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von Andre Guinion und Carsten Rupp

 
 
Endlich, der lang herbei ersehnte Tag ist da ...
 

Nur noch schnell Feierabend machen und nach Hause fahren. Nun stehe ich mit meinem bis unters Dach vollgepackten VW Polo vor der Haustür und warte auf meinen Freund André. Da kommt er auch schon. Nur noch schnell meine Köderfische aus dem Becken holen und in Andrés Fass umsetzen. Fehlen nur noch unsere Frauen, die uns bei dieser Tour begleiten werden. Es soll an ein neues Gewässer in Frankreich gehen.

Ich habe das Gewässer bereits vorher erkundet und ein paar Testansitze mit erfolgversprechenden Fängen gemacht. Daher fahre ich voraus. Schnell sind wir auf der Autobahn in Richtung Wasser und die Vorfreude über den ersten längeren und ernsthafteren Wallertrip an dieses Gewässer ist riesen groß.

Doch eines trübt unsere Freude. Das Wetter! Es ist nämlich brütend heiß, weit über 30°C und das schon seit einigen Tagen. Was uns vermuten lässt, dass die Wassertemperatur bedenklich nahe an der magischen Temperatur für das Laichgeschäft kratzen wird. Ein Trip auf Messers Schneide steht uns also bevor. Ist die Wassertemperatur hoch genug, befinden sich unsere Freunde beim Liebesakt und es wird sehr schwer werden einen zu überlisten.

Wenn die Wassertemperaturen jedoch knapp darunter sind, kann man wahre Sternstunden erleben. Denn die Fische nehmen jetzt verstärkt Nahrung zu sich, um sich noch schnell für den Liebesakt zu rüsten.


Ein ungutes Gefühl macht sich bei uns breit ...

 

Dennoch werden wir dieses Risiko eingehen. Nur wer wagt, kann gewinnen. Die kurze Fahrt vergeht recht schnell und wir haben unser Zielgewässer auch schon vor Augen. Einen Platz zum abstellen der Autos ist auch schnell gefunden. Jetzt heißt es ausladen! Als erstes bauen wir unsere Schlauchboote auf und lassen sie zu Wasser. Motor anschrauben und Echolot anhängen sind die nächsten Handlungen. Gespannt werfen wir einen Blick auf die Wassertemperatur. Ernüchterung macht sich breit. 22°C! Das bedeutet wohl, dass unsere Freunde mit ihrem Laichgeschäft beschäftigt sind. Was nun?

Naja, Vielleicht bekommen wir ja wenigstens einen an den Haken. Also beluden wir unsere Schlauchboote, die so brechend voll waren, dass sie fast untergingen. Wenn Frauen dabei sind, sollte man schon so manchen Luxusgegenstand wie Tisch, große Kochplatte, Kissen und diverses andere in Petto haben. Sonst wird man seine bessere Hälfte nicht allzu oft beim Angeln dabei haben. Und wir sind froh, dass unsere Frauen uns so oft ans Wasser begleiten. Jetzt heißt es den Platz  aufsuchen, den wir uns zuvor per Google Earth angeschaut hatten. Diesen Platz hatte ich bisher noch nicht befischt und war somit auch Neuland für mich.

Hoffentlich ist er auch wirklich so vielversprechend, wie er bei Google Earth aussieht. Meistens trifft dies ja nicht zu und Google Earth kann einem nur Anhaltspunkte geben, wo man anfangen soll. Aber Glück gehabt, der Platz sieht wirklich so aus, wie wir uns ihn erhofft hatten. Es gab nur ein kleines Manko. Wir werden die Sonne den ganzen Tag über uns haben. Kein Schatten, der uns bei derart heißen Temperaturen schützen wird. Naja, wir Angler sind halt aus einem anderen Holz geschnitzt und Frauen, die zu der Gattung Sonnenanbeter gehören, macht das sowieso nichts aus. Daher beziehen wir den Platz.
 


Wir beginnen sofort mit dem Campaufbau ....
 

damit unsere Mädels versorgt sind und schon mal mit dem Essen kochen beginnen können. In der Zwischenzeit erkunden André und ich die Bodenstruktur und sind mehr als überrascht. Wenn, ein Fisch wider erwarten fressen sollte, dann hier. Nach der Erkundungstour, der Lage- und Strategiebesprechung gab es erst mal etwas Feines zwischen die Kiefer. Diesen Energieschub nutzen wir um unsere Ruten zu montieren und unsere zuvor ausgemachte Strategie in die Tat umzusetzen. In 30 Minuten waren alle Ruten beködert und ausgelegt. Jetzt hieß es warten, oder besser gesagt, hoffen! Aufgrund der Laichzeit war unsere Hoffnung eher gering, deshalb vertrieben wir uns die Zeit mit Karten spielen. Es dämmerte schon, als Andrés Rute ein leises Klingeln verlauten ließ. Wir schauten ungläubig zur Rute.

Die Spitze wippte nur leicht, war wohl doch nur der Köderfisch. Wir widmeten uns wieder unseren Karten. Kurz darauf ein erneutes klingeln, diesmal um einiges heftiger als zuvor. In meinem Augenwinkel sehe ich André zur Rute springen. Anhieb, der Fisch sitzt. Na also denke ich mir, geht doch, wenigstens einer. Nach kurzem harten Drill lande ich unseren ersten Waller und ziehe ihn auf unsere Plane. Das Maßband zeigt 1,5m. Bei genaueren begutachten des Fisches stellen wir fest, dass er total abgemagert und verbissen ist. Hatte er das Laichgeschäft schon hinter sich oder nur kurz davon abgelassen, um sich eine leckere Karausche zu gönnen? Zufallstreffer? Naja alles grübeln hilft nichts! Wir fahren wenigstens nicht blank heim. Schnell ein paar Fotos schießen, den Fisch Releasen und die Rute wieder scharf machen. Nach getaner Arbeit spielten wir weiter Karten. Doch lange konnten wir nicht spielen.
 


Der nächste Biss kündigte sich an ...
 

Dieses Mal bei mir. Anhieb, der Fisch hängt. Dieser Drill war schon um einiges härter. Mehrere Male riss der Fisch mir einige Meter Schnur von der Rolle. Doch ich hielt energisch dagegen und konnte den Fisch langsam zur Aufgabe bewegen. André landete den massigen Fisch. Auf der Matte ergab das Messen 1,7 m und voll gefressen war er auch. Von Laichzeit keine Spur. Was denn nun, laichen sie oder doch nicht?  Egal, wir haben zwei Fische in einer Stunde gefangen, ein toller Einstand. Also Fotos schießen und die Rute wieder an ihre Stelle bringen und weiter machen. Nach diesem Fang gönnten wir uns erst mal ein schönes lauwarmes Wallerbier, mmhhh, sehr lecker! Doch zum austrinken kamen wir gar nicht. Denn Andrés Rute machte sich lautstark bemerkbar.

Anschlag. Nichts. Verhauen! Naja aber sie fressen wenigstens sagen wir uns während André seine Rute langsam einkurbelte. Nach geschätzten 30 Sekunden bleibt er am Grund hängen, dachte er zumindest. Denn als der vermeintliche Hänger ihm einige Meter Schnur von der Rolle reißt, ist uns klar, dass der Fisch doch hängt. Er muss nach dem Biss auf uns zugeschwommen sein. Daher ging der Anschlag auch ins Leere. Der Fisch legt jetzt eine heftige Flucht hin. Mit aller Kraft bekommt André seinen Gegner langsam in den Griff. Es dauert mehrere Minuten bis wir den bulligen Fisch das erste Mal sehen. Der ist deutlich größer als der Letzte.

Ein paar Minuten später setze ich zur Landung des Fisches an. Ich habe ihn sicher im Griff und mache mich auf den Weg zur Matte. Dieser Fisch hat unsere Erwartungen an dieses Gewässer bei weitem übertroffen. Der pure Wahnsinn! Wir dachten schon, dass wir den 1,7m Fisch nicht mehr toppen könnten und dann das ... Super!  Wir waren wohl doch zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
 


Und es ging weiter und wie ...
 

Morgens 6 Uhr. Andrés Rute ließ mich nicht zur Ruhe kommen. Sein Köderfisch legte ständig heftige Fluchten hin, so dass ich jedes Mal aus dem Zelt sprang. Völlig umsonst natürlich! Doch diesmal wars aber etwas anders. Ich glaubte meine daneben stehende Rute würde sich Richtung Wasser biegen und im Halbkreis im Ständer stehen. Träume ich oder sehe ich das mit meinen verschlafenen Augen richtig, als plötzlich die Rute mit einem lauten Knall nach hinten schlägt. Die Abrissleine wurde gesprengt. Sofort war ich zur Stelle und setzte beherzt den Anhieb. Kurzer Kontakt, dann nichts mehr. Doch ich erinnerte mich an Andrés letzten Fisch. Daher kurbelte ich wie wild, und tatsächlich der hängt auch. Auch dieser Fisch war in einem riesen Tempo auf uns zu geschwommen. Ich nahm Kontakt auf und pumpte den Fisch ein paar Meter heran. Doch das schien dem Waller gar nicht zu gefallen, denn er quittierte mir diesen Affront, indem er mir etliche Meter Schnur von der Rolle riss.

Ich verlor Meter um Meter und das bei geschlossener Bremse. Erst als ich mit der Hand den Rollenkopf fest hielt und mich mit aller Macht dagegen stemmte wurde mein Gegner langsamer. Dann ging einige Sekunden nichts mehr. Weder konnte ich an Boden gut machen noch umgekehrt. Ein Kampf auf Biegen und Brechen hatte begonnen. Ich stand mit meiner Rute die sich im Halbkreis bog, bis zu den Knien im Wasser und versuchte Herr der Lage zu bleiben. Irgendwann gab mein Kontrahent dann nach und ich konnte ihn mich kräftigen Pumpbewegungen bis kurz vors Ufer heran pumpen. Dort gefiel es ihm jedoch absolut nicht und er zeigte mir, dass er noch lange  nicht geschlagen ist, indem er abermals Schnur von der Rolle zog.

Doch ich blieb Chef im Ring und dirigierte den bulligen Fisch in Richtung André, der zur Landung bereit war. Kurz darauf lag er auch schon auf der Matte. Das ist wieder ein schöner Brocken. Das Messen ergab 1,89m. Fett war er und wunderschön gefärbt. Schon der zweite Fisch jenseits der 1,80m, in 8 Stunden. Grandios! Besser kann es schon gar nicht mehr werden. Doch es kam noch besser. Wieviel besser erzählt euch jetzt André. Jeder der schon mal einen Bericht geschrieben hat, weiß wieviel Arbeit das ist. Daher haben André und ich uns die Sache geteilt.
 


Wie es weiter ging erzählt euch jetzt Andre ...
 

Genau so sieht es aus, geteilte Arbeit ist besser als gar keine. Also wo waren wir … Tag zwei. Der Morgen begann mit schönen Sonnenstrahlen, die uns aus den Zelten lockten. Als erstes stand auf dem Programm gemütlich Kaffee zu kochen und zu frühstücken. Es gab leckere Pfannkuchen, Toast und dazu einen Kaffee „Was kann es denn noch schöneres geben“. Als wir mit dem Frühstück fertig waren kontrollierten wir unsere Köderfische mit dem Boot. Was ja schnell ging, da wir zum Teil das Ufer angespannt hatten. Als wir die Ruten, die in der ersten Nacht gefallen waren neu beködern wollten, mussten wir mit Entsetzen feststellen, dass in unserem Setzkescher ein Loch drin war und 70% der Karauschen über Nacht den Weg nach Draußen gefunden hatten. Was für ein Pech ...

Also verschoben wir das Beködern erst einmal und widmeten uns den angeleinten Fischen um eine geile Fotosession im Wasser zu machen. Nach einigen Fotos und schleimigen Kleidern, brauchten wir nun erst mal frische Köfis und verbrachten den Rest des Morgens mit Feedern. Meistens ist es ja so, wenn man Köderfische braucht, bekommt man um keinen Preis der Welt welche gefangen. Aber ganz im Gegenteil, diesmal  fingen wir schöne dicke Brassen, so dass das reparierte Setznetz im Nu wieder voll war.
 

Gegen Mittag machte ich dann ...
 

eine Karpfenrute startklar. Da wir ja auf einer Spitze saßen, in deren hinteren Teil das Wasser gerade mal 60cm tief war und die Karpfen darin ihr Liebesspiel betrieben, entschloss ich mich dort die eine Rute abzulegen. Als Köder diente mir ein Black Pepper Boilie der Best Baits Serie.

Erst gegen Abend machten wir die sechs Wallerruten wieder bereit. Wobei ich zu meiner Freundin gesagt habe, dass der nächste Waller ihrer sein wird, da sie ja noch keinen unserer Freunde gefangen hat. Nachdem wir unsere Fallen allesamt auf ihren Plätzen ausgelegt hatten, vertrieben wir uns wieder mal die Zeit bei den letzen Sonnenstrahlen mit Karten spielen.


Der erste Biss ließ auch nicht lange auf sich warten ...
 

Ich war gerade dabei, die Karten zu mischen, als ich ein Glöckchen leicht klingeln hörte. Meine Augen schielten zu den Ruten und ich sah im Augenwinkel wie sich eine Rhino immer mehr Richtung Wasser verneigte. Ich warf die Karten nur so auf den Tisch und sprang zur Rute. Noch bevor die Reißleine klatschte schlug ich an. Doch vergebens, ich schlug voll ins Leere. Mist, aber wenigsten der Köfi war noch dran. Beim kontrollieren der etwa 3kg großen Schleie war ein riesiger Bissabdruck zu sehen, der genau am Haken vorbei ging. So ein Pech. Also ging es mit ihr wieder zurück auf den alten Platz. Als ich gerade vom Boot auf das Land sprang, gab es auf einmal einen Vollrun auf der Karpfenrute. Ja wie geil ist das denn. Sofort setzte ich den Anhieb. Ich ging ins Wasser um den Fisch zu drillen. Nach kurzer Zeit konnte ich dann einen 9kg Spiegler zum Fototermin bitten. Schnell den Fisch releasen und weiter ging es mit dem Kartenspielen.

Im Sommer ist es ja schön warm und man kann lange draußen sitzen. Als etwa 2 Stunden später die Schleie wieder anfing wie wild am anderen Ufer zu paddeln. Der Grund dafür war wohl der Walli der sie wohl gerade ins Visier zu nehmen schien, denn im darauf folgenden Moment knallte es nur so in die Rute, aber diesmal kam mein Anschlag durch und ich übergab meiner Freundin die Rute. Auch dieser Drill hatte es in sich. Ich stand am Ufer bei meiner Freundin und Carsten machte sich im Wasser schon bereit für den Fisch um ihn zu landen. Nach 10 Minütigem Drill und schmerzenden Armen konnte sie ihren ersten Waller landen, der es auf 1,83m brachte.
 


Doch das war nicht der letzte Fisch ...
 

Ich fuhr die Rute noch einmal auf ihren Platz. Diesmal diente mir als Köder eine schöne dicke Brasse. Diese hat es dann im Morgengrauen gekostet. Die Rute stand zum Halbkreis gebogen im Ständer, ich schlug an und der Fisch zog erstmal etliche Meter Schnur von der Rolle und schwamm flussabwärts. Der Fisch machte mächtig Druck, doch nach einigen heftigen Fluchten brachte ich ihn unter Kontrolle und Carsten konnte zum Griff ansetzen und den Fisch landen. Das Maßband blieb erst bei 1,91m stehen !!! 

Super was wir bisher für geile Fische gefangen hatten, unglaublich aber wahr. Auch diese 2 Waller hatten keinerlei Spuren vom Laichgeschäft. Endlich mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Danach hatte ich so viel Adrenalin in den Adern, dass ich gar nicht mehr schlafen konnte. Carsten beschloss sich nochmals in den Schlafsack zu begeben. Also setze ich mich mit dem Stuhl in den Fluss. Bewaffnet mit meiner Feederrute und dem Futter widmete ich mich dem Fang von Köfis. Bis die ersten Sonnenstrahlen die anderen weckten, hatte ich schon wieder den ganzen Kescher voll mit frischen Köderfischen.

Der gewohnte Ablauf am Morgen stand erstmal an. Ein reichhaltiges Frühstück, sogar ein Gespräch über Muskelkater in den Armen gab es, allerdings nicht von Carsten und mir. Dann stand wieder eine Fotosession im Wasser an. Gäste waren die beiden gefangen Fische. Den Rest des Morgens machten wir uns Gedanken über einen Platzwechsel, da wir nun schon drei Tage diesen Platz befischten. Wir entschieden uns, den Frauen zuliebe, dann doch keinen Platzwechsel zu machen. Es wäre wahrscheinlich zu viel Stress gewesen wieder alles abzubauen und erneut aufzubauen. Also versuchten wir unser Glück weiter.
 


Es war inzwischen Mittag ...
 

die Mädels hatten gerade lecker gekocht. Was für ein Luxus! Wir saßen mit gefüllten Tellern am Tisch, ich glaube ich hatte drei Gabeln genossen, als etwas unsere Mahlzeit störte. Eine Rute die ich mit einer U-Posen Montage ausgelegt hatte, fing an zu bimmeln und stand schon krumm im Ständer. Volle Power in der Mittagssonne. Also hieß es drillen statt essen.

Nach hartem und anstrengendem Drill in der Mittagssonne, durchbrach wieder ein großer Schädel die Wasseroberfläche. Carsten griff den Fisch und an seinem Gesichtsausdruck, konnte ich erkennen, dass ich etwas Besonderes am Haken hatte. Ein echt geil gefärbter Waller, so grün und urig wie ich nur Fische von der Petit Rhone her kenne. Das Messen ergab nun 1,87m. Wir entschlossen uns direkt Fotos zu machen. Das ging alles recht flott, denn wir hatten ja auch einen Bärenhunger.

Allerdings durften wir nach diesem Fisch unser Mittagsessen kalt zu uns nehmen. Mist, aber naja was soll´s, Wallerangler sind ja keine Weicheier. Sonst war Mittags nichts mehr los. Außer, dass die Wassertemperatur weiter am Steigen war. Die mittlerweile schon über 23°C betrug. Es war mittlerweile Freitagabend, die Ruten waren alle wieder scharf. Doch anscheinend wollten die Waller nicht mehr. Denn es blieb alles ruhig.
 


Wäre ein Platzwechsel doch besser gewesen ???
 

Im Morgengrauen weckte mich nun doch ein Waller, der noch etwas Hunger zu haben schien. Es stand eine große Brasse auf dem Speiseplan. Auch dieser Waller von 1,80m hatte keinerlei Anzeichen die auf ein Ablaichen schließen würden. Nach der Fotosession raste ein Boot mit einem Wasserskifahrer an uns vorbei. Die beschwerten sich auch gleich über unsere Ruten. Wir dachten uns auch nichts Böses dabei, daher fischten wir weiter. Wir machten uns mehr Gedanken darüber, warum wir bisher noch keinen kleinen Waller gefangen haben. Wo sind aber die kleinen Waller? Sind sie schon am Laichen? Denn oft gehen große und kleine Waller zu unterschiedlichen Zeiten ins Laichgeschäft. Ich machte mich mit Regina auf eine kleine Drifttour, um zu sehen was es noch zu holen gibt.

Nach kaum fünf Minuten Klopfen mit dem Wallerholz, kam auch schon der erste Biss auf Tauwurm. Regina konnte somit ihren zweiten Waller landen. Einen kleinen halbstarken Walli von 95cm. Auch an diesem Fisch waren keine Laichspuren zu sehen. Wir hatten wohl doch die richtige Zeit erwischt. Glück gehabt. 
 


Aber die Drifttour dauerte nicht lange ...
 

denn Carsten rief mich von Land aus an. Er teilte mir mit, dass der Präsident des Wasserskiclubs vorbei gekommen war um uns deutlich zu machen, dass wir mit dem Fischen aufzuhören hätten, weil wir ihn angeblich bei seinen Wasserskiaktivitäten stören würden. Er untermauerte seinen Aufruf den Platz zu räumen mit dem Argument eine Beschwerde bei der Garde de Peche und der Gendarmerie einzulegen. Also fuhr ich dann wieder zurück zu unserem Platz um mich mit Carsten über unser weiteres Vorgehen zu beraten.

Nach einer Stunde hielten wir es dann für besser zusammen zu packen. Denn wir hatten ja das was wir wollten und unser Glück wollten wir auch nicht überstrapazieren. Es war eine richtig geile Session mit insgesamt neun Wallern und einem Karpfen.

 

In diesem Sinne wünschen wir euch genauso viel Erfolg und viele unvergessliche Stunden am Wasser!

 

 

 


Petri Heil ...

 

Euer

Andre Guinion & Carsten Rupp

 

 

 

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