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Stück für Stück zum Wallerglück ... In
unseren sehr stark befischten Vereinsgewässern ist der Weg
vom ersten Ansitz zum tollen Fang meist ein sehr
beschwerlicher. Wie es am einfachsten geht, das verrät
Ihnen Waller-Kalle. Angenommen, Sie sind ein begeisterter
Angler und haben schon große Karpfen, Hechte und Zander
überlisten können. Doch von dem Fang eines kapitalen
Wallers träumen Sie noch. Um diesen Wunsch Wirklichkeit
werden zu lassen, haben Sie schon etliche Ansitze an Ihrem
Vereinsgewässer verbracht, wo Zwei-Meter-Exemplare
herumschwimmen. |
Bereits vor vielen Jahren hat Ihr Verein den See
mit Welsen besetzt, und die Riesen-Räuber wurden während
der Sommermonate schon an der Oberfläche beobachtet. Doch
blieben alle Ihre Versuche, sie zu überlisten, erfolglos.
Und dann war da noch der "D-Zug" an der Angel, der beim
Karpfenangeln mit Tauwurm in Fahrt kam und sich auch mit
schwerem Grundgerät nicht stoppen ließ.
Diese Situationen sind gewiß keine Einzelfälle, sondern
typisch in unseren Revieren. Die große Herausforderung
sind nicht ausländische Klassiker wie der spanische Ebro
oder der italienische Po, sondern die "ganz normalen"
Vereinsgewässer vor der Haustür. Sie haben einen hohen
Befischungsdruck und oft recht ansehnliche Bestände bis
hin zu den großen Exemplaren über 100 Pfund. Doch diese
Räuber haben schon viel gesehen und sind ungemein heikel.
Kein Wunder, haben solche Recken doch oft schon 15 oder
mehr Jahre auf dem Buckel.
Hat man da als Allroundangler überhaupt noch eine Chance?
Als Otto-Normal-Angler möchte man sein heiß ersehntes
Wochenende nicht nur mit der Angelrute und komplizierten
Montagen, sondern auch mit der Familie und den Freunden
verbringen. Ein weiteres Problem sind die fischereilichen
Beschränkungen hierzulande, die die Einsatzmöglichkeiten
stark limitieren. Die Problemlösung: ein schwebendes
Bündel Tauwürmer, angeboten mit der Unterwasserpose über
Grund. Damit meine ich nicht zwei oder drei Kringler,
sondern ein quirliges Bündel von ungefähr 20 (!)
Exemplaren. Dieses biete ich am richtigen Ort und was viel
wichtiger ist, zur richtigen Zeit an.
Früh im Jahr kommt es dick ...
Die meisten Spezis setzen ihr Wallergerät erst im Juli
oder August ein. Sie glauben, dass surrende Mücken an
einem schwülen Sommerabend mit einer glatten Oberfläche
einen erfolgreichen Ansitz garantieren. Völlig falsch!
Selbstverständlich werden zu dieser Zeit Waller gefangen,
aber meistens eben nicht. Der Grund: Im Hochsommer ist der
Wels mit dem Laichgeschäft beschäftigt und frisst erst
wieder, wenn dieses erledigt ist.
Erst bei einer Wassertemperatur von 23 Grad Celsius über
einen Zeitraum von mindestens 14 Tagen laicht der Wels ab.
Diese Bedingungen werden bei uns, wenn überhaupt, oft erst
im August erreicht. Häufig nämlich kühlt das Wasser im
Hochsommer durch einen Kälteeinbruch wieder stark ab.
Dadurch unterbricht der Wels den Laichvorgang und nimmt
dann aber auch kaum Nahrung auf. Erwärmt es sich später
nicht wieder kräftig und dauerhaft, so hält der Urian
überhaupt keine Hochzeit mehr. Die Folge: Der Laich bildet
sich wieder zurück, und die Wallersaison ist buchstäblich
ins Wasser gefallen.
Genauso lief es 1998 und 1999. Erst im August - bedingt
durch eine längerfristige Hitzeperiode - erhielten einige
Reviere den nötigen Wärmeschub. Vielerorts fiel dieser
jedoch zu schwach aus. Deshalb waren die Monate Juli,
August und teilweise sogar noch der September die denkbar
schlechtesten Monate. Erst später im September haben die
marmorierten Räuber wieder Nahrung aufgenommen. Doch dann
wandelten sie ihren Laichaufbau in Fettreserven um und
mussten deshalb sogar im Herbst nicht so viel fressen wie
in Jahren, in denen das Ablaichen gelang.
Vielversprechender ist deshalb der Frühsommer. Ab einer
Wassertemperatur von zwölf Grad wird der Räuber aktiv. Er
baut seinen Laich auf und deckt zu dieser Zeit etwa 60
Prozent seines Jahres-Nahrungsbedarfs! Dies ist deshalb
auch die mit Abstand beste und erfolgreichste Jahreszeit.
Erfolgversprechend sind Temperaturen zwischen zwölf und 18
Grad. Baden Sie daher im Mai und Juni Ihre Köder, und die
Fangchancen liegen im Verhältnis zum klassischen
Sommeransitz deutlich höher.
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Unsichtbare Pose in Fluß und See ...
Mit Hilfe der Unterwasserpose erhalten die Köder den
nötigen Auftrieb. Meine beiden Erfolgsmontagen für
stehende und strömende Gewässer lassen sich vom Ufer aus
bequem werfen. Man hat mit ihnen hervorragende
Fangchancen, einen der begehrten großen Räuber im
Vereinsgewässer tatsächlich an den Haken zu bekommen. Das
Prinzip der Montage selbst ist einfach: Der Waller jagt im
Frühsommer meist grundnah, daher sollte der Happen etwa
einen halben bis einen Meter über dem Boden spielen. Die
kringelnden Bewegungen sorgen für verführerische
Vibrationen, und der Geruch lockt zusätzlich die hungrigen
Welse an. Eine durchsichtige und damit unauffällige
Unterwasserpose wird auf die Schnur gezogen und mittels
zweier extra starker Schnurstopper fixiert. |
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Im See empfiehlt sich eine Seitenarm-, im Fluss eine
Laufblei-Montage. Bei starker Fließgeschwindigkeit bietet
sich der Einsatz einer Unterwasserpose mit Rasseln im
Inneren an. Auf deren Vibrationen reagiert der Wels mit
seinem feinen Gehör sehr neugierig und wird um so stärker
auf das saftige Bündel aufmerksam. Setzen sie ein
Wurmbündel ein, so pieksen sie die fetten Kringler ein
wenig ein, damit Saft aus dem Körperinneren austritt.
Alternativ bieten sie teilweise übelriechende Köder wie
Hühnerdärme an. Auch setzen sie Calamaris mehrere Tage der
Sonne aus.
Den Wallern jedenfalls scheinen diese
stinkenden Verführer durchaus zu munden, die
ausgezeichneten Fangergebnisse belegen es ...
Euer ...
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