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von Patrick Göbel

 
 
Wir waren wieder mal fischen ...
 

mein Kumpel Stefan und ich haben uns am Ostermontag die Mühe gemacht eine Strecke mit dem Boot und Echolot auszukundschaften. Bei dieser Erkundungstour hatte ich plötzlich meinen Augen nicht getraut, denn an einem Busch hatte sich eine große Schildkröte gesonnt. So was hatte ich ja hier noch nie gesehen, sie lag auf den Ästen und streckte den Hals weit raus und sonnte sich. Das musste ich natürlich gleich mal mit dem Foto festhalten!


Und weiter ging die Bootsfahrt. Das Wallerholz durfte natürlich auch nicht fehlen. An einigen von uns eingeschätzten Hotspots haben wir dann auch geklopft. Einer dieser Stellen zeigte ganz deutlich einen schönen Waller steigen, zumindest war die Sichel sehr groß. Und an diesem Platz haben wir dann die Nacht gefischt. Wir fuhren unsere Ruten eine nach der anderen raus, wir fischten mit U-Pose und an den Büschen. Als wir die letzte Rute so gegen 20:00 raus brachten, stellten wir fest, dass die Schnur der vorletzten Rute (mit U-Pose) schlaff durch hing.

Wir dachten uns, dass der Stein zu klein für den großen Köfi sein könnte. Stefan spannte die Rute wieder und ich musste noch einmal zu der letzten Rute, die am Busch befestigt wurde hin fahren, weil sich da ein Ast verwickelt hatte. Wir mussten feststellen, dass die Schnur wieder durch hing und dachten, dass wir einen zu kleinen Stein gewählt haben. Ich fuhr mit dem Boot an die Schnur, zog ein wenig daran und merkte heftige Schläge.
 



Ich rief vom Boot aus zu Stefan ...
 

der gerade fleißig am aufräumen war. Da ist was dran, geh mal an die Rute!!! Weil ich ja noch auf dem Rückweg mit dem Boot war. Ich schaute auf die Spitze und bemerkte wie sie öfters nach vorne ging. Was kann das denn jetzt schon sein? Bestimmt hat sich ein Hecht den Köfi geschnappt ???

Stefan setzte dann einen kräftigen Anschlag und der Fisch hing. Er strahlte vor Freude, einen kurzen Augenblick meine Nazgul in den Händen zu halten. Ich bemerkte sofort, dass dies kein Hecht sein konnte! Nach ca. einer Minute übergab Stefan mir meine Nazgul, da ich wieder an Land angekommen war. Nach kurzer Zeit konnte ich dann den Waller von 1,58 m landen.

 



In Zukunft werde ich immer ...
 

sofort nach dem Rausfahren der Rute ein Glöckchen anbringen. Die Taffis kann man ja später montieren, aber ein Glöckchen hätte uns hier viel früher gewarnt. Der Rest der Nacht verlief leider ohne weiteren Kontakt, aber wir sind mit dem einen Fisch schon sehr zufrieden. Wir hätten uns nicht träumen lassen, dass so schnell ein Biss kommt, denn die Rute war höchstens fünf Minuten im Wasser.

 



Ob das der Waller war ...
 

den wir am Ostermontag auf dem Echolot gesehen hatten, weiß ich leider nicht. Auf jeden Fall war das schon das zweite Mal, dass wir Erfolg hatten nach vorherigem Auskundschaften mit dem Boot.

 

 

Man lernt immer dazu, in diesem Sinne ...

 

 

Euer

Patrick Göbel

 

 

 

 
     
 

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