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Wir waren wieder mal fischen ...
mein Kumpel Stefan und ich haben uns am Ostermontag die Mühe gemacht
eine Strecke mit dem Boot und Echolot auszukundschaften. Bei
dieser Erkundungstour hatte ich plötzlich meinen Augen nicht
getraut, denn an einem Busch hatte sich eine große
Schildkröte gesonnt. So was hatte ich ja hier noch nie
gesehen, sie lag auf den Ästen und streckte den Hals weit
raus und sonnte sich. Das musste ich natürlich gleich mal
mit dem Foto festhalten! |
Und weiter ging die Bootsfahrt. Das Wallerholz durfte
natürlich auch nicht fehlen. An einigen von uns
eingeschätzten Hotspots haben wir dann auch geklopft. Einer
dieser Stellen zeigte ganz deutlich einen schönen Waller
steigen, zumindest war die Sichel sehr groß. Und an diesem
Platz haben wir dann die Nacht gefischt. Wir fuhren unsere
Ruten eine nach der anderen raus, wir fischten mit U-Pose
und an den Büschen. Als wir die letzte Rute so gegen 20:00
raus brachten, stellten wir fest, dass die Schnur der
vorletzten Rute (mit U-Pose) schlaff durch hing.
Wir dachten uns, dass der Stein zu klein für den großen
Köfi sein könnte. Stefan spannte die Rute wieder und ich
musste noch einmal zu der letzten Rute, die am Busch
befestigt wurde hin fahren, weil sich da ein Ast verwickelt
hatte. Wir mussten feststellen, dass die Schnur wieder durch
hing und dachten, dass wir einen zu kleinen Stein gewählt
haben. Ich fuhr mit dem Boot an die Schnur, zog ein wenig
daran und merkte heftige Schläge.
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Ich rief vom Boot aus zu Stefan
...
der gerade fleißig am aufräumen war. Da ist was dran,
geh mal an die Rute!!! Weil ich ja noch auf dem Rückweg mit
dem Boot war. Ich schaute auf die Spitze und bemerkte wie
sie öfters nach vorne ging. Was kann das denn jetzt schon
sein? Bestimmt hat sich ein Hecht den Köfi geschnappt ???
Stefan setzte dann einen kräftigen Anschlag und der Fisch
hing. Er strahlte vor Freude, einen kurzen Augenblick meine
Nazgul in den Händen zu halten. Ich bemerkte sofort, dass
dies kein Hecht sein konnte! Nach ca. einer Minute übergab
Stefan mir meine Nazgul, da ich wieder an Land angekommen
war. Nach kurzer Zeit konnte ich dann den Waller von 1,58 m
landen.
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In Zukunft werde ich immer ...
sofort nach dem Rausfahren der Rute ein Glöckchen anbringen. Die Taffis
kann man ja später montieren, aber ein Glöckchen hätte uns
hier viel früher gewarnt. Der Rest der Nacht verlief leider
ohne weiteren Kontakt, aber wir sind mit dem einen Fisch
schon sehr zufrieden. Wir hätten uns nicht träumen lassen,
dass so schnell ein Biss kommt, denn die Rute war höchstens
fünf Minuten im Wasser.
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Ob das der Waller war ...
den wir am Ostermontag auf dem Echolot gesehen hatten, weiß ich leider
nicht. Auf jeden Fall war das schon das zweite Mal, dass wir
Erfolg hatten nach vorherigem Auskundschaften mit dem Boot.
Man lernt immer dazu, in
diesem Sinne ...
Euer
Patrick Göbel |
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