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Die Standplätze der Fische zu finden ...
ist nicht immer einfach. Der Fluss macht es uns aber
diesbezüglich wesentlich leichter als ein stehendes
Gewässer, vorausgesetzt man kann sein Wasser "lesen". Der
Engländer nennt dies "Watercraft" und hierzu bedarf es
lediglich dem angeborenen Instinkt eines Jägers um zu
erkennen, wo sich der Fisch unter welchen vorgegebenen
Situationen gerne aufhalten würde. In Abhängigkeit davon
natürlich, ob er sich in der Ruhephase, auf Raubzug oder
Futtersuche befindet.
Hier gibt es ein paar einfache und einleuchtende
Regeln, die nach kurzem Überdenken nicht nur logisch
sondern auch sinnvoll erscheinen. Man muss sich einfach
nur in den Fisch "hinein denken". Was klingt z.B.
einleuchtender, als sich einen Standplatz auszusuchen, der
einem aufgrund der Körperbeschaffenheit, den
geringstmöglichen Strömungsdruck bietet. Kein Fisch würde
sich während einer Ruhephase sich solch einen Stress antun
um permanent durch Flossenbewegungen in Position zu
bleiben. Logischerweise sucht er sich dann Stellen aus,
die genau diesem Anspruch, nämlich mit möglichst wenig
Bewegung, eine Effizienz an Kräfteersparnis zu erreichen.
Parallel dazu steht natürlich auch der Aspekt der Tarnung
während dieser Phase als weiteres Kriterium im
Vordergrund.
Spezifisch dafür ist, dass stets die grösseren Fische
die besten Plätze belegen, was zum Einen auch mit ihrem
Revierverhalten und natürlich auch mit dem Status des
"Älteren und Grösseren" was zu tun hat. Dies beweist zum
Beispiel auch die Tatsache, dass ganz bestimmte
Grossfische desöfteren an der gleichen Stelle gefangen
werden. Beobachten konnte ich dieses Verhalten mitunter
auch mal in einem grossen Hälterbecken, welches in der
Mitte eine tiefere Ablaufrinne hatte. Diese Vertiefung
wurde stets vom grössten Fisch in Anspruch genommen und
diesen Standplatz hat er auch vehement verteidigt nicht
nur gegenüber den kleineren Exemplaren, sondern auch, als
wir den Fisch wieder entnehmen wollten um ihn ins Gewässer
zurückzusetzen.
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