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Oft am Wasser zu sein ...
um den Siluren möglichst dicht auf den Fersen zu
bleiben bedeutet gleichzeitig, dass man sich die
Voraussetzungen nicht immer aussuchen kann. Doch gerade
solche Tage, an denen scheinbar alles gegen uns zu spielen
scheint, sollte man konsequent durchfischen. Nur so bleibt
man „am Ball“ und kann rausfinden wie die Fische und die
Gewässer in denen sie leben wirklich ticken, um sich dies
für zukünftige Ansitze zu Nutze zu machen und diese noch
gezielter und effektiver angehen zu können. |
Genau solche Tage und die Herausforderungen ...
die sie mit sich bringen, reizen mich
ganz besonders. Einen den Gegebenheiten angepassten Platz
zu finden, die Montagen anzupassen und die Köder möglichst
sinnvoll zu präsentieren bereiten mir eine Menge Spaß und
sind fester Bestandteil dessen, was das Welsangeln für
mich zu diesem einzigartigen Abenteuer macht. Freitag war
mal wieder so ein Abend. Das Hochwasser brachte jede Menge
Treibgut mit sich, dazu kam ein starker Wind, der das
Ganze im Zusammenspiel mit teils heftigen Schauern zu
einer richtig „gemütlichen“ Angelegenheit machte.
„Hier sollte es passen“. Leon, Andy und ich einigten
uns auf eine Stelle, die wir im Vorfeld schon des Öfteren
mit dem Echolot gescannt, aber bisher noch nicht befischt
hatten. Sie schien jetzt genau die Richtige zu sein und
gab uns ein sehr gutes Gefühl.
Wenn nur der Wind nicht wäre ...
Die Karauschen fanden schnell ihren Bestimmungsort, die
Schirme wurden aufgebaut und schon begann das Warten.
„Dieser scheiß Wind!!!….sobald der abebbt knallt‘s hier!“,
redeten wir uns immer wieder gegenseitig ein. Während der
besagte Wind mein Schirmzelt durchrüttelt kämpfe ich mit
meinen müden Augen. Der hinter mir liegende, anstrengende
Tag macht es mir fast unmöglich sie offen zu halten, doch
sobald ich mich ihnen ergebe schießt mein Adrenalin
Sekunden später wieder in die Höhe, weil entweder die
Köfis oder der Wind die Glocken zum Ausschlag bringen.
„Das wird eine lange Nacht“, denke ich mir und bemerke,
dass die Stechmücken die Innenseite meines Shelters wohl
auch für sich entdeckt haben. „Na klasse, dann haste
wenigstens Gesellschaft…“, denke ich mir und lasse die
Augenlider wieder fallen.
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2:0 ... 3 Punkte für
Lautern!!!
diese SMS von Bemmy zerrt mich aus dem
Traumland. Die Müdigkeit ist wie weggeblasen und ich muss
mich bemühen den Jubel nicht zu laut werden zu lassen.
„Mein“ FCK hat die sch… Bayern also tatsächlich bezwungen,
sau geil!!! In meiner Euphorie registriere ich, dass sich
der Wind mittlerweile gelegt hat. Mein Grinsen wird noch
größer und auch Leon, der grade eine Stange Wasser
zwischen die Büsche gesetzt hatte, erfreut sich an diesen
beiden Neuigkeiten.
Gemeinsam setzen wir uns hinter die Ruten, öffnen eine
„Mitternachtsflasche“ und reden über Gott und die Welt, in
der Hoffnung dabei von einem Biss gestört zu werden.
Irgendwann, ich weiß gar nicht mehr wie lang‘ s bis dahin
dauerte, reißt es meine Rute ohne Vorwarnung nach unten.
Der Drill dauert einige Minuten und wir können einen
buckeligen, sehr dunklen Silure am Ufer begrüßen.
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Jackpot!!!
Glücklich klatschen wir ab und freuen
uns über diesen Fang, der in Anbetracht der
Voraussetzungen nie hätte gelingen dürfen! DENKSTE!!!! Der
folgende Morgen begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein.
Es kam uns fast so vor als wollte er uns für den
vorangegangenen Abend entschädigen und bot uns so für den
Fototermin eine tolle Kulisse.
Dieses Ergebnis bestätigt wieder mal die These, dass man
niemals nie sagen sollte. Klar ist es nicht immer einfach,
aber sicherlich nie unmöglich! Es gilt die Lücke zu finden
und sie mit Mut, Vertrauen und Ehrgeiz zu beackern. Dann
stellt sich der Erfolg auch in Situationen ein, denen man
niemals einen Fisch zutrauen würde.
Wünsche euch viel Glück!
Gruß
Hannes
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