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Der Herbst ...
Eine der schönsten und erfolgversprechendsten Zeiten
des Jahres. Die Blätter der Bäume färben sich nach und
nach bunt, das saftige Grün der Schilfgürtel verblasst.
Was bleibt ist eine karge und leblos wirkende Landschaft.
Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Tagsüber ist es
oft sonnig und klar, dafür aber windig und kalt. Nachts
bildet sich zumeist dichter Nebel und legt sich wie ein
Schleier über die Gewässer und deren Ufer, bis die ersten
Sonnenstrahlen den Spuk in der Morgendämmerung wieder
beenden. |
Doch nicht nur über der Wasseroberfläche ist die
Veränderung spürbar. Die Wasserpflanzen sterben langsam ab
und legen sich auf den Gewässergrund, Seerosenfelder
verschwinden. Auch die Wassertemperaturen sacken in die
Tiefe und entscheiden, je nach Verlauf, über Sternstunden
und Schneidertage. Auch die Fische bemerken diese
Veränderungen und reagieren darauf. Ihr Instinkt bringt
sie dazu noch einmal richtig zuzulangen und sich für den
bevorstehenden Winter zu rüsten. Auch die Silure folgen
diesem Trieb. Wer während dieser Phase am rechten Ort ist,
kann zum Ende des Jahres noch einmal richtig ernten.Der
Monat Oktober war deshalb im letzten, wie auch in diesem
Jahr ein passender Zeitpunkt für uns, um das Glück einmal
mehr auf die Probe zu stellen. An den unterschiedlichsten
Gewässern erlebten wir bei diesen Touren einige
beeindruckende und unvergessliche Momente. Dabei waren es
nicht nur die Fangerfolge die diese Herbstsessions zu
besonderen Erlebnissen machten.
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Es fängt beispielsweise schon
beim Köderfischfang an ...
denn dieser wird bei fallenden Temperaturen nicht
unbedingt leichter. Oft sind Geduld und Ausdauer, aber
auch große Aufmerksamkeit gefragt, um am Abend seine Ruten
mit frischen Ködern bestücken zu können. Beim Ausbringen
der Montagen kennt der Herbst dann ebenfalls keine Gnade.
Mal ist es der Wind, der das Anbinden am anderen Ufer oder
das Bojensetzen zur Nervenprobe macht, weil unser Boot
immer genau im entscheidenden Moment weg- und unser
Blutdruck dadurch in die Höhe gedrückt wird. Ein anderes
Mal entschuldigt die Strömung eines Herbsthochwassers
keine Fehler und bringt zu allem Überfluss noch jede Menge
Treibgut mit sich, das uns die Falle, kurz nachdem wir sie
perfekt gestellt und positioniert haben, eiskalt wieder
abräumt.
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Hinzukommt, dass die
Köderfische uns in ihrer Panik ...
durch hektische Schwanzschläge im Eimer bzw. beim
Rausheben öfters mal ‘ne ordentliche Ladung Wasser auf die
Kleidung schaufeln. Was im Sommer noch eine willkommene
Abkühlung war, kann uns nun schon schön den Tag vermiesen.
Denn was im Herbst erstmal nass ist wird so schnell nicht
mehr trocken. Wohl dem, der genügend Wechselkleidung im
Petto hat.
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Nachdem unsere Ruten dann
endlich gelegt sind ...
versucht die Flamme unsres Gaskochers laut rauschend
das Nudelwasser aufzuheizen, wird aber vom Wind dabei
gestört, wodurch das Kochen, neben dem Köfiangeln,
ebenfalls zur Geduldsache wird. Doch nicht nur der Flamme
macht der raue Herbstwind zu schaffen, auch wir haben
bereits die dritte Schicht Kleidung angelegt und blicken
aus unserem Shelter auf die Ruten. Mittlerweile ist es
Nacht geworden und der Nebel breitet sich still und leise
aus. Ehe man sich versieht, ist man komplett darin
eingeschlossen. Wacht man am nächsten Morgen auf, ist es
keine Seltenheit, dass Taschen, Shelter, Abhakplane und
gar der Schlafsack von Reif „befallen“ sind.
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Die Nächte sind kalt, da
schafft ein heißer Kaffee ...
im herbstlichen Sonnenaufgang schon ganz gut Abhilfe.
Werden dann am Morgen die Fische der Nacht abgelichtet,
kostet ein Wasserfoto schon ein bisschen mehr Überwindung
als im Sommer und wird ab 10° Wassertemperatur zur
regelrechten Tortur. Aber was soll’s, watt mutt dat mutt!
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Ist man nach einem solchen
Trip wieder zuhause ...
wird man beim Blick auf die Hände schnell vom Erlebten
eingeholt, denn diese sind neben den üblichen Biss- und
Schürfwunden von Temperaturen, Wind und Feuchtigkeit
gezeichnet.
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Dies sind nur einige der
Faktoren ...
die für das herbstliche Angeln diesen besonderen Reiz
ausmachen. Die Natur zu erleben, wie sie sich nach und
nach für die harte Zeit rüstet und dies zu nutzen, um
einen dicken Waller ans Band zu bekommen wird deshalb auch
in den nächsten Jahren fester Bestandteil meiner und
unserer Planungen sein und uns selbst bei größtem
Sauwetter raus aufs Wasser treiben.
Euer ... |
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