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Es war am Freitag den 15.04.2011 ...
eine Woche vor Ostern als mein Kumpel Andre mich anrief
und fragte, ob wir nicht dieses Wochenende eine kurzfristige
Session oder eine Nacht an unserem Hausgewässer, einem See
von knapp 30 Hektar einplanen sollten, dieses musste ich
jedoch leider auch mit schwerem Herzen verneinen, da ich
noch zu viel um die Ohren hatte wegen Arbeit etc. |
Normalerweise bin ich für solche kurzfristigen Sessions
immer zu haben. Dort habe ich schon viele gute Fische
gefangen. Zumindest ist es bei mir und Andre so wenn wir für
eine Nacht vom Boot aus den Wallern nachstellen, dann
verzichten wir komplett auf eine Liege und nehmen
stattdessen nur jeweils eine Iso-Matte und einen Schlafsack
mit. Ebenfalls sind die Tackletaschen und Spinntaschen vom
Boot unsere ständigen Begleiter. Da es dieses Wochenende
nicht zum gemeinsamen fischen kam und Andre etwas enttäuscht
darüber war, beschlossen wir dann kurzerhand die Tage über
Ostern fischen zu gehen.
Endlich war es dann so weit ...
der Wochentag Donnerstag nahte und es hieß endlich wieder
ab ans Wasser zum Fischen. So riesig habe ich mich glaube
ich noch nie auf einen Donnerstag gefreut, außer wenn mein
Geburtstag auf diesen Tag gefallen wäre (die ganzen
Geschenke und das leckere Essen) aber genug jetzt,
schließlich gingen wir ja Angeln. Also voll bepackt mit
tollen Sachen, die das Leben schöner machen belud ich mein
Auto, es kam natürlich nur das nötigste mit. Ruten,
Rutenhalter, Tackletasche, Spinntasche, Liege, Schlafsack
und auf gings zu Andre. Ein Ködervorrat wie Tauwürmer, Kalamaris und Köderfische wurden natürlich vorher schon
besorgt, damit wir uns diese Zeit sparen konnten.
Bei Andre angekommen, wartete er natürlich schon ganz
nervös mit vollbepacktem Auto auf mich und wir düsten
dann auch direkt los. Was so ein Wallerfieber aus zwei Anglern machen
kann können sich manche nicht angelnde oder auch teilweise
angelnde Menschen, die so einen kraftvollen und großen Fisch noch nie gefangen haben, gar nicht
vorstellen. Sie verstehen einfach nicht, dass es wie eine
Sucht nach Adrenalin ist die befriedigt werden muss. Und es
am Ende einen fröhlichen Angler gibt der einen so tollen
Fisch gefangen hat.
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Am See angekommen räumten wir
die Autos leer ...
beluden das Boot und es hieß auf zum Fisch. Wir fuhren mit Boot und
Tackle über den See und zusätzlich schauten wir immer mit
einem Auge auf das Echolot nach schönen Stellen oder
Fischbewegungen. Letztendlich entschieden wir uns für eine
Stelle in einem Flachbereich vor einer Insel, wo nach links
hin ein Flachbereich mit überhängenden Büschen und Ästen von
etwa 2,00m Tiefe mit einem Zulauf zu einem kleineren fast
tümpelartigen Weiher ist.
Vor uns bis zur Insel mit ebenfalls überhängenden Büschen
und Ästen eine Bodenstruktur wie eine Mondlandschaft von
Kies und Kraut wo auch schon mal richtig gute Hechte drin
sitzen, bis zu Sand und einer Tiefe wechselnd von 70cm bis
hin zu 3,00m und nach rechts hin eine von 1,50m - 2,00m auf
6,00m abfallende Kante ist. Wir beköderten die sechs Ruten,
da wir bei uns am Hausgewässer mit drei Ruten pro Person
fischen dürfen, und brachten diese an ihren vorgesehenen und
vorher genauestens erkundeten Platz. Danach bauten wir
natürlich dann unser Zelt mitsamt Liegen auf, um
anschliessend bei einem gemütlichen Kaffee und was zu beißen
etwas zur Ruhe zu kommen.
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Doch diese war nicht von langer
Dauer ...
noch während wir den Kaffee tranken und Andre etwas kochte machte sich
ein Waller von 1,10m über meine U-Pose mit Tauwürmern und
Kalamaris her. Die Rute wurde erneut mit Tauwürmer und
Kalamaris bestückt und an ihren Platz gebracht. Derweil
freuten wir uns, dass wir schon mal nicht als Schneider nach
Hause gehen würden, denn wir fischen im Team und es ist egal
wer den Fisch fängt, Hauptsache es fängt überhaupt einer
was, so ist unser Motto. Wir freuen uns beide genau so über
kleine als auch über große Waller, obwohl der Anreiz bei
Kapitalen natürlich wesentlich größer ist. Aber Waller ist
Waller, und wir konnten zumindest schon einen auf unserer
Habenseite verbuchen.
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So etwa gegen 17:00 Uhr war es
dann Andre`s Rutenspitze ...
die brachial zur Wasseroberfläche gerissen wurde die vor der Insel vor
einem Busch lag mit einem Köfi bestückt, nach einem
spannenden Drill und einer Handlandung meinerseits, die ich
gerne übernahm, freute Andre sich über einen 1,33m Waller.
Die Rute ebenfalls neu bestückt und an den Platz gebracht,
warteten wir voller Vorfreude und dem was da noch kommen
sollte, auf den nächsten Anbiss. Gegen 02:30 Uhr war es dann
wieder Andre`s Rute diesmal die, die an der Kante lag die
uns mit einen schönen 1,79m Waller beschenkte, den wir dann
auch anleinten um am nächsten Tag Fotos zu machen.
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Da der Wind ebenfalls noch
drehte ...
entschieden wir uns die Stelle zu wechseln und eine
Stelle auf der anderen Seite des Sees zu befischen, wo der
Wind direkt auf Land und in eine Kante stand die von 2m auf
6m abfiel und dementsprechend auch die Nahrung anspülte und
Kleinfisch anzog. Diese Wahl und Stelle sollte sich
ebenfalls als gut heraus stellen, wir fingen in der darauf
folgenden Nacht gleich vier Waller von 1,00m, 1,24m, 1,65m
bis hin zu 1,70m.
So ein Ostern hatte ich bis
dato noch nicht erlebt das könnt ihr mir glauben.
Viel Spaß und nur Dicke ...
Euer
Marcel Schlösser |
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