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Die Schweiz hat ja bekanntlich ...
schon lange einen Namen mit ihrer eidgenössischen Ware. Nicht nur
Berge, Schoggi oder anderes - Nein, auch in der Fischerei
hört man Beachtliches. Spätestens nachdem in den Medien
davon zu hören war: „Taucher filmen ein Drei-Meter- Monster
in der Aare“ oder „Ältester Schweizer Fisch-Rekord
gebrochen“ und „Fischer fängt im Gummiboot einen Zwei-Meter-
Fisch“. Immer wieder liest man in den Fachzeitschriften von
großen gefangenen Welsen, sei es im spanischen Ebro, im
italienischen Po oder auch in Frankreich. Es hat
mittlerweile gute Gewässer, wo in den letzten Jahren
Exemplare weit über zwei Meter gefangen wurden. |
Fischerei-Gesetzgebungen in der
Schweiz:
Da wir viele Gewässer und Kantone in der Schweiz haben,
sind die Regelungen sehr verschieden und nicht in allen
Kantonen gleich gehandhabt. Wer in einem Schweizer Gewässer
fischen will, muss sich vorher bei der jeweiligen kantonalen
Behördestelle informieren. Die Aare, der längste Fluss der
Schweiz, der von seiner Quelle bis zur Mündung in der
Schweiz liegt, entspringt am Grimsel. Das Flusssystem der
Aare umfasst den flächenmäßig größten Raum der Schweiz, die
Alpennordseite und des Mittellandes. Es nimmt die Zuflüsse
aus den Berner Alpen und dem waadtländischen, bernischen so
wie aargauischem Mittelland auf und entwässert auch die
meisten Täler der Jurasüdseite. Das Welsfischen in der Aare
wird dort interessant, wo sie den Bieler See verlässt. Durch
den Nidaukanal verlässt die Aare den Bieler See, um bei Büren an der Aare wieder in ihr ursprüngliches Bett
zurückzukehren. Der Fluss ist bis nach Solothurn schiffbar.
In Nordöstlicher Richtung fließt die Aare dem Jura entlang
durch die Städte Olten und Aarau später in den Klingnauer
Stausee, ein wichtiges Naturschutzgebiet für bedrohte Vögel.
Der Stausee, am Unterlauf der Aare geht kurz vor der Mündung
wieder in die Aare über, um bei Koblenz unter der Aarebrücke
in den Rhein zu münden. Bis zur Mündung hat sie 291
Kilometer über ein Gefälle von 1.565 Meter zurückgelegt.
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Der Rhein Altenrhein ...
auf einer Höhe von 2.345 Metern über Meer entspringt er also – der
Rhein. Abseits der Strassen- und Eisenbahnverbindung über
den Oberalppass und nur über einen schmalen Wanderweg
erreichbar, liegt die offizielle Quelle des Rheins, der
Tomasee. Die Mündung des alten Rhein und dessen altes
Flussbett liegen bei Altenrhein, der politischen Gemeinde
Thal am Bodensee. Nachdem der Rhein den Untersee verlassen
hat, passiert er Stein am Rhein, das vor allem für seine
wunderschöne Altstadt bekannt ist. Weiter westlich, nach dem
Rheinfall, erreicht er Koblenz, dort mündet dann der grösste
ganz in der Schweiz liegende Fluss in den Rhein. |
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Die Aare ...
gemeinsam fließen sie westwärts durch das Städtchen
Laufenburg und anschließend durch Rheinfelden und weiter
nach Basel. Mir bekannte Welsfänge im Altenrhein sind die
Berichte aus den Medien, wo zwei Fischer einen gewaltigen
Wels von exakt zwei Meter und 47 Kilo fingen. Der eine
Fischer hatte bereits vor zwei Jahren einen Wels mit 191 cm
gefangen. Erst in der Nacht gelang es den zwei Vorarlberger
Fischern, die magische Grenze zu erreichen. Hereingefallen
war er auf einen lebenden Köderfisch, der normalerweise
verboten ist. Am liebsten hätten die Fischer den Fisch
wieder freigelassen. Doch sie hatten ja eine
Spezialbewilligung zum Fang der unersättlichen Großräuber
beantragt, die die Fischbestände dezimieren. Welse ähnlicher
Grösse wurden aus den Baggerseen im Verlauf des Alten Rheins
an der Staatsgrenze zu Österreich und aus dem Bodensee in
den letzten Jahren ein halbes Dutzend gefangen. Sie alle
blieben aber mit Längen von 185 bis 195 cm unter der Zwei-
Meter-Marke. Ob vor oder nach dem Rheinfall, der auf dem
Gemeindegebiet Neuhausens liegt, hat der Wels seine Heimat.
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Der Bodensee ...
Unter der Bezeichnung Bodensee fasst man die drei im nördlichen
Alpenvorland liegenden Gewässereinheiten - Obersee, Untersee
und Seerhein zusammen. Es handelt sich also um zwei
selbständige Seen und einen sie verbindenden Fluss. Die
Uferlänge der beiden Seeteile Ober- und Untersee beträgt ca.
273 km. Davon liegen 72 km in der Schweiz, 173 km in
Deutschland und 28 km in Österreich. Der Bodensee ist, wenn
man Obersee und Untersee zusammenrechnet, bei mittlerem
Wasserstand 535 km² groß und sein Einzugsgebiet beträgt
11.500 km².
Im Bodensee existieren noch 35 Fischarten. Zu den
häufiger gefangenen Fischarten zählen unter anderem
Seeforellen, Saiblinge, Hechte, Felchen, Aale, Brachsen,
Karpfen, Schleien, Egli, Zander, Rotaugen, Lauben und
neuerdings auch immer wieder mal ein Wels. In einer
Pressemeldung heißt es: „In der Nacht auf Dienstag konnte am
Alten Rhein ein Wels gefangen werden, der, so weit bekannt,
erstmals die Zwei-Meter-Marke erreichte und 47 Kilo schwer
war. Der Rekord hielt nur fünf Stunden. Noch am gleichen Tag
um 8.15 Uhr konnte ein Fischer auf dem Bodensee mit Hilfe
seines Bruders einen Wels an Bord wuchten, der 2,07 Meter
lang war und 50 Kilo wog“.
Wenn ich mir die Statistik
der Berufsfischerei ...
Bodensee-Obersee, der Anrainerländer aus dem Jahre 2004
anschaue, verwundert es mich nicht, wenn immer wieder mal
ein Wels gefangen wird. Der Welsfang hatte in 2004 mit 1,6 t
einen neuen Höchstwert erreicht (+ 84 %). Er lag 1,0 t (162
%) über dem 10- Jahresmittel. Der Ertrag der schweizerischen
Berufsfischerei war 287 kg im 2004. Der Wels ist auch im
Bodensee schon lange heimisch und beschert dem Sportfischer
immer wieder ein unvergessliches Abenteuer wie die
Geschichte zweier Bodenseefischer, die an einem Wochenende
in einem Ruderboot zum Fischen fuhren. Kaum war die Rute mit
einem Rotauge am Haken ausgelegt, bog sie sich fast
kreisförmig in Richtung Wasser. Ein Welsgigant hatte
angebissen.
Doch die Freude über den unerwarteten Fang währte nicht
lange. Aus den Jägern wurden alsbald Gejagte. Der Riesenfisch
zog das Boot mit Macht über den See. Die Höllenfahrt wollte
kein Ende nehmen, der Wels schien keine Müdigkeit zu
verspüren. Mehr als elf Stunden wähnten sich die Sportfischer
zwischen Himmel und Hölle und waren mittlerweile so
erschöpft, dass sie in ihrer Verzweiflung die Schnur kappen
wollten. Zwischenzeitlich galten die beiden Fischer auf dem
Bodensee als verschollen, die Familien hatten in Sorge um
das Leben der Männer die Seepolizei alarmiert.
Als man sie fand, war das Ruderboot noch in voller Fahrt.
Erst mit Unterstützung weiterer Helfer konnte der Gigant
beigeholt werden. Er war nach verlässlichen Angaben grösser
als das Boot. Doch dann verfing sich die Schnur in einer
Ruderhalterung, der Fisch bäumte sich mit Urgewalt auf, riss
sich den Haken aus dem Maul und verschwand wie ein Dämon in
der Tiefe. Zurück blieben zwei erschöpfte Sportfischer,
mehrere ratlose Helfer und eine Menge Fragen. War das einer
der letzten Riesen im Bodensee? Sicher ist, wer im Bodensee
auf den Wels fischt, wird in Zukunft noch die eine oder
andere Überraschung erleben! |
Die Jurarandseen ...
Wenn man von den Jurarandseen spricht, sind da der Neuenburgersee,
Bielersee und Murtensee gemeint. Der Murtensee ist mit 23
km² der kleinste Jurarandsee, mein Hausgewässer und bekannt
für einen guten Welsbestand. Ich möchte Ihnen deshalb mein
Gewässer näher vorstellen und einmal ein wenig über die
Geschichte des Murtensee-Welses erzählen. Das der neue
Schweizer Rekord Fisch nicht unbedingt ein Zufall war, ist
nachvollziehbar, wenn man ein wenig in der Geschichte des
Sees nachschlägt. |
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Muntelier - ein Fischerdorf am
Murtensee ...
Mein Elternhaus liegt im Fischergässli, das schon seit 6000 Jahren
existiert. Von den Pfahlbauern bis heute. Die Fischerei auf
dem Murtensee mag es seit 6000 Jahren geben, ich möchte euch
aber all die Jahre ersparen und euch von der letzten
Generation der sieben Muntelierer Berufsfi scher ein paar
Geschichten erzählen, die ich als kleiner Junge zum Teil
noch miterleben durfte! Ich persönlich habe noch vier
Fischer der letzten Generation gekannt und dass mein
Urgrossvater und zwei Onkels dabei waren, gibt mir heute zu
verstehen, wieso ich so gerne am Wasser bin!
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Was für ein Monster ...
Ein schöner, klarer und etwas blasiger Morgen. Wir sitzen, für einen
Ferientag verhältnismäßig früh, im Saal des „Gasthof zum
Bad“ in Muntelier beim Frühstück. Wir blicken über die
leicht träufelnden Wasser des uns so lieb gewonnenen
Murtensees. So beschreibt ein Besucher des Fischerdorfes in
einer Zeitschrift den 12. August 1941. Seine Ruhe sollte jäh
gestört werden. „Kommt schnell schauen, sie haben einen!
Potz Donner, sie haben einen Deftigen. Kommt schauen, kommt
schnell, oh was für ein Monster!“
Die liebenswürdige Kellnerin stob davon, der Kellner
stellte das Servierbrett ab und ließ die Gäste sitzen, vom
hemdsärmligen Gastwirt waren nur noch die Hosenbeine durch
das Hoftor hinaus zu sehen. Die Gäste ließen sich von der
Neugier anstecken, folgten ihren Wirten und fanden
schliesslich eine Traube Muntelierer rund um den Steintrog
des Brunnens hinter dem Schulhaus. Die Männer zuvorderst,
die Frauen hinter ihnen, teilweise sich auf einem Stock
stützend, blickten sie alle in den Trog.
Wieder so ein Räuber weniger
...
meinte eine Frau. Der
gewaltige, noch lebende Räuber bewegte seine Schwanzflosse,
rührte sich im schwach blutigen Wasser, das so ganz dem
berühmten Burgunderblut von der Murtenschlacht her glich.
Zumindest für den Fischer Edi Fasnacht war es eine
anderthalbstündige Schlacht gewesen, um den Murtenwels ins
Boot zu ziehen, von der Grundangel zu lösen und schliesslich
an Land zu schleppen. Betrachter rund um den Brunnen konnten
sich dies lebhaft vorstellen, glotzte der Wels die
Muntelierer mit seinen kaum zentimetergrossen Augen doch
giftig an und erinnerte an den Walfisch, der Jonas
verschluckt hatte.
Rund 100-jährig sei das schwach zappelnde
Wesen und es fresse täglich sein eigenes Gewicht an kleinen
und grösseren Fischen, erklärte ein Fischer. Über 60 Kilo
wog der Wels und hatte eine Länge von 1,74 Metern.
Gleichentags sollte er noch an ein Comestible-Geschäft im
Seeland verkauft werden.
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Welse waren bei den Fischern nie sehr beliebt ...
Wenn einer sich in einem Netz verwickelte, dann konnte man dieses
nachher nicht mehr gebrauchen. Selbst wenn man den Wels
einmal an Land hatte, nützte er nicht viel. Zum Essen eignet
sich ein Fisch dieser Grösse und dieses Alters kaum. Dennoch
hatte jeder Muntelierer Fischer einmal eines dieser
Ungeheuer an Land gezogen und man erinnert sich noch lange
daran. Ernst Fasnacht wurde dank dem grössten Wels des
letzten Jahrhunderts (so sein Sohn) in der Zeitung verewigt
und in der ganzen Schweiz bekannt. Roger Fasnacht erschien
mit seinem größten Wels gar in einer Zeitung in Belgien. |
Robert Moduli, ein Fischer, dem auch das Handeln im Blut
lag, brachte seinen größten Wels in den Brunnen vor dem
Murtner Schulhaus. Moduli machte die Runde mit dem Hut und
jeder, der einen Blick auf den Riesenfisch werfen wollte,
musste ein Zwanzig-Rappenstück opfern. Der im Muntelier
geborene Mundartschriftsteller Arthur Götschi widmete
Modulis Fisch sogar ein Kapitel in seinem 1963 erschienenen
Buch „Geschichte us em Murtebiet.“ Gross und Klein seien den
Riesenfisch anschauen gegangen und in der Schule hätten die
Buben und Mädchen darüber Aufsätze schreiben und Zeichnungen
machen müssen. Modulis Fisch wurde gar zum Sujet am
Fastnachtsumzug 1951.
Auf einem Wagen wurde ein mehrere Meter langer Wels
gezeigt und Moduli lief mit der Fischerrute nebenher und
zeigte, wie er den Fisch gefangen hatte. Ein Schriftsteller
tat dies aber als Fischerlatein ab. Einen solchen Fisch
könne man nicht mit der Rute fangen, dazu brauche es schon
starke Netze! Auch Fritz Rufener, ein Muntelierer
Fischhändler mit Fischerpatent, zog einmal mit der
Grundangel einen Wels an Land. Er stellte den 57-Kilo Fisch
im unteren Brunnen in der Murtner Altstadt aus und verlangte
von den Zuschauern ebenfalls Geld. Doch in der Nacht steckte
ein Bekannter im Vollrausch dem Fisch einen Stecken ins Maul
und der Wels verendete im Brunnen. Diese Untat endete vor
dem Richter, denn Rufener hatte den Wels zuvor bereits nach
Biel in ein Aquarium verkauft. |
Den allergrössten Wels im Murtensee ...
hat gemäß den „Freiburger Nachrichten“ 1951 nicht ein Berufsfischer,
sondern die Züricher Krankenschwester Maria Börsinger aus
dem Murtensee gezogen. Sie habe stets ihre Ferien am
Murtensee verbracht und zog dabei einmal ein 2,32 Meter
langes und 76 Kilogramm schweres Ungetüm aus dem Murtensee.
Gemäß der Zeitung ist das der größte Fisch, der je aus einem
schweizerischen Gewässer gezogen worden war. Der Muntelierer
Reinhold Fasnacht war 79-jährig, da hatte er einmal einen
grossen Wels im Netz. Als der Fischer das Netz einholen
wollte, war dieses schon kaputt, doch der Fisch blieb
verfangen und wehrte sich mit aller Kraft. |
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Reinhold Fasnacht hatte viel Erfahrung,
balancierte mit den Knien gegen den Bootsrand um Widerstand
zu haben und nicht zu kentern. Der Wels aber war viel
stärker. Das Boot kehrte, Reinhold kippte ins Wasser und der
Zuber mit dem Proviant mit ihm. Doch der Fischer liess das
Netz nicht los; der Wels zog ihn unter Wasser. Ein Sportfischer
war gerade in der Nähe und sah nur noch Reinholds Hut auf
der Wasseroberfläche schwimmen. Er sprang ins Wasser und
konnte den Muntelierer Fischer retten. Der Wels musste
leider dran glauben; er kam später in ein Aquarium nach Le
Landeron. Der Fischer Reinhold Fasnacht kam dagegen von
diesem Erlebnis völlig durchnässt und auch todmüde nach
Hause. Zwei Tage lang schlief er nur. Daraufhin löste er
kein Patent mehr.
Träumen nicht erlaubt ...
Die Liebe zur Fischerei sei ihnen buchstäblich in die
Wiege gelegt worden, schrieb eine schweizerische Zeitschrift
in einer Reportage über die Muntelierer Berufsfischer.
„Morgens früh um vier fahren sie hinaus in den erwachenden
Tag; die Berufsfischer von damals, die ihrer Arbeit noch
immer leidenschaftlich nachgehen und magnetisch vom See und
seinem Leben angezogen werden. Am Abend gilt ihr letzter
Blick dem See. Wellengang, Windstärke und Windrichtung, das
Verhalten der Vögel, die Klarheit oder Undurchsichtigkeit
des Wassers, das Leben der Seefauna, die Launen des
Wolkenhimmels und die fein witternde Nase des echten
Fischers bestimmen die Tagwache für den folgenden Morgen.“
Mir verriet mein Onkel Hans Fasnacht, mit hängender
Pfeife in den Mundwinkeln, eines seiner Geheimnisse: „Hat
der Fischer einen Traum, einen Traum von erfolgreichem Fang
und vollen Netzen oder gar vom grossen Fisch, der ihm den
Kampf ansagt, ist das Omen schlecht. Ein erfolgreicher
Fischer darf nachts nicht von Fischen träumen, denn was ihm
nachts begegnet, wird ihm tagsüber entwischen.“
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Schweizer Rekord nach über
vierzig Jahren gebrochen ...
Meinen eigenen Traumfisch habe ich direkt vor meiner Haustüre gefangen.
Am 13. September 2008, einem unscheinbaren und eher trüben
und windigen Tag überraschte mich das lang ersehnte Glück.
Nach einem brutalen und ungewöhnlich langen Drill gelang es
mir, den (229 Zentimeter / 174 Pfund) schweren Fisch
auszudrillen und sicher zu landen.
Nach dem Fototermin und Vermessen durch Zeugen entließ
ich den neuen Schweizer Rekord wieder in seine Unterwasser-
Welt. Mit diesem Fisch ist der älteste Schweizer
Fischfang-Rekord nun endlich gebrochen. Pius Tschopp fing
1967 auch im Murtensee den bisherigen Rekordwels von 225
Zentimetern.
Nach vielen Jahren der Entwicklung neuer Techniken,
Ködervarianten und Jagdstrategien gelang mir endlich den
uralten Schweizer Welsrekord zu überbieten. Natürlich gibt
es grössere Welse in Po und Ebro, doch noch niemals hat mir
ein kapitaler Wels einen derart zähen und gewaltigen Kampf
geliefert. Ein deutliches Zeichen, dass die Murtensee-Welse
bei hervorragender Gesundheit sind. Und ich bin mir sicher,
dass die andern Jurasüdfuss-Seen noch mehr zu bieten haben.
Warten wir es ab ...
Mit einem Petri Gruss
Silu |
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