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von Steffen Reuther

 

 
Stehende Gewässer sind nicht umsonst die schwierigsten Gewässertypen ...


besonders bei grossen Seen ist es nicht einfach, ohne zusätzlicher Hilfsmittel wie Boot und Echolot, die Standplätze der Fische zu finden. In der Uferregion gibt es sicherlich etliche optische Anhaltspunkte, an denen man sich orientieren kann, um einen Versuch dort zu starten. Seerosenfelder, Geäst und Gestrüpp, überhängende Äste und versunkene Bäume sind immer gern angenommene Unterstände für Raub- und Friedfische aller Art. Und wo sich Futterfische aufhalten, ist auch der Räuber nicht weit davon entfernt. Oftmals sind diese Plätze jedoch total überfischt und man ist gezwungen auf grössere Entfernungen auszuweichen. Hier gilt es nun die spezifischen Strukturen des Gewässers zu erkunden und sie richtig zu deuten. Deutlich abfallende Kanten, Plateaus, Inselbereiche und sonstige Erhebungen und Vertiefungen sind dabei unser Hauptaugenmerk.

Durch die verschiedenen Jahreszeiten unterliegt ein stehendes Gewässer auch stets einer wechselnden Sprungschicht, die von Frühjahr, Sommer, Herbst bis Winter ständig in sich variiert. Diese Temperaturunterschiede gilt es zunächst mal zu finden und der Jahreszeit entsprechend einzuordnen. Für die kälteren Jahreszeiten sucht man sich Bereiche wo die Wassertemperatur um einige Grade höher liegt, hier speziell die flacheren Ufer- bzw. Plateaubereiche die am intensivsten von der Sonneneinstrahlung beeinflusst werden. Das Echolot oder auch ein Thermometer geben uns hier genaueste Auskunft darüber. Bei extrem hohen Wassertemperaturen wie im Hochsommer, sucht sich der Fisch jedoch Bereiche die seinem Sauerstoffbedürfnis am ehesten entsprechen und wählt deshalb Gebiete mit etwas kälteren Temperaturen und höheren Sauerstoffgehalt aus. Dies können zum Beispiel Einläufe von Bächen und Flüssen sein, oder sonstige Gebiete die durch Windeinfluss für ein höheres Sauerstoffaufkommen sorgen. Auch hier gilt wieder die Regel, wo sich der Futterfisch aufhält befindet sich auch der Raubfisch.
 

 

In keinem anderen Gewässer ist es so wichtig ...
 

sich am Wind zu orientieren wie an einem stehenden. Das ist das "A" und "O" zum Erfolg. Mit Matchrute und feinem Gerät bewaffnet, kann man erstmal die bevorzugten Standplätze und Tiefen der Futterfische erkunden und dann später dementsprechend seinen Wallerköder präsentieren. Durch etwas Anfutter, der Fischart entsprechend angepasst, kann man noch zusätzliche Attraktoren schaffen um noch mehr Aufmerksamkeit auf seinen Angelplatz zu erwirken.  Noch perfekter kann man seinen Ansitz nicht vorbereiten, denn da wo Futter ist, ist auch Fisch, und über kurz oder lang kommt auch der ersehnte Raubfisch an diesen Platz ...

 
 

 

 

 
     
 

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