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Stehende Gewässer sind nicht umsonst die schwierigsten
Gewässertypen ...
besonders bei grossen Seen ist es nicht einfach, ohne
zusätzlicher Hilfsmittel wie Boot und Echolot, die
Standplätze der Fische zu finden. In der Uferregion gibt
es sicherlich etliche optische Anhaltspunkte, an denen man
sich orientieren kann, um einen Versuch dort zu starten.
Seerosenfelder, Geäst und Gestrüpp, überhängende Äste und
versunkene Bäume sind immer gern angenommene Unterstände
für Raub- und Friedfische aller Art. Und wo sich
Futterfische aufhalten, ist auch der Räuber nicht weit
davon entfernt. Oftmals sind diese Plätze jedoch total
überfischt und man ist gezwungen auf grössere Entfernungen
auszuweichen. Hier gilt es nun die spezifischen Strukturen
des Gewässers zu erkunden und sie richtig zu deuten.
Deutlich abfallende Kanten, Plateaus, Inselbereiche und
sonstige Erhebungen und Vertiefungen sind dabei unser
Hauptaugenmerk.
Durch die verschiedenen Jahreszeiten unterliegt ein
stehendes Gewässer auch stets einer wechselnden
Sprungschicht, die von Frühjahr, Sommer, Herbst bis Winter
ständig in sich variiert. Diese Temperaturunterschiede
gilt es zunächst mal zu finden und der Jahreszeit
entsprechend einzuordnen. Für die kälteren Jahreszeiten
sucht man sich Bereiche wo die Wassertemperatur um einige
Grade höher liegt, hier speziell die flacheren Ufer- bzw.
Plateaubereiche die am intensivsten von der
Sonneneinstrahlung beeinflusst werden. Das Echolot oder
auch ein Thermometer geben uns hier genaueste Auskunft
darüber. Bei extrem hohen Wassertemperaturen wie im
Hochsommer, sucht sich der Fisch jedoch Bereiche die
seinem Sauerstoffbedürfnis am ehesten entsprechen und
wählt deshalb Gebiete mit etwas kälteren Temperaturen und
höheren Sauerstoffgehalt aus. Dies können zum Beispiel
Einläufe von Bächen und Flüssen sein, oder sonstige
Gebiete die durch Windeinfluss für ein höheres
Sauerstoffaufkommen sorgen. Auch hier gilt wieder die
Regel, wo sich der Futterfisch aufhält befindet sich auch
der Raubfisch.
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