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Dieses sagte mir mal ein Freund ...
als ich ihm erzählte, dass ein Waller an einer Spinnrute bestimmt
riesen Bock macht. Ich sagte ihm, dass ich gerne mal mit
relativ leichtem aber hochwertigen Gerät den Wallern
nachstellen möchte. Er erklärte mich für bekloppt, aber für
mich stand fest, es auf jedenfall mal zu versuchen. Ich
hielt Ausschau nach einer vernünftigen Rute, nur wusste ich
bis dato nicht, was ich für eine Rute nehmen sollte. |
| Sollte es eine normale Rute
mit Stationärrolle sein oder doch lieber eine Baitcasterrute
mit Multi? Der Faktor Geld spielt natürlich auch immer eine
rolle aber dennoch sollte es was vernünftiges sein. Ich
brauchte natürlich etwas mit hartem Rückgrat aber dennoch
mit einer weicheren Spitze, damit der Waller den Köder
vernünftig einsaugen kann. Also hieß es natürlich ab vor dem
Computer und dann erst mal ein bisschen Input einholen.
Danach ging ich ins Geschäft und holte mir ein paar
zusätzliche Informationen ein und verglich diese dann mit
den Infos aus dem Internet und letztendlich legte ich mir
von beidem etwas zu. Eine Baitcasterrute ca. 2,70m lang und
einem Wurfgewicht von 30-150 gr. und eine normale Rute
jedoch einteilig in einer Länge von 2,10m und einem
Wurfgewicht von 50-200gr.
Dazu eine Multirolle (Abu Garcia Jerkbait 5601 wegen dem
starken Getriebe und der guten Wurfeigenschaft) und eine
Penn Sargus 6000er, weil sie sehr robust ist aber trotzdem
noch sehr leicht und auch nicht sehr teuer ist. Als Schnur
verwende ich eine Spiderwire Stealth in 0,40mm, die ich dann
mit einem doppelten Grinnerknoten oder Schlagschnurknoten an
ein 1m langes und 1,2mm dickes Monovorfach knote. Zwecks
Spinnvorfach was ich persönlich besser finde als ein
Spinnvorfach mit Schlauch, weil ich auch schon mal knapp
über dem Kraut fische und mir da nicht das Kraut an einem
Schlauch hängen bleibt.
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Der Vorteil des Spinnfischens
gegenüber dem Ansitzangeln ist ...
dass man den Waller großflächig in jedem Gewässerabschnitt eines
Gewässers beangeln kann und die Fangaussichten dadurch
weitaus höher sind. Für größere Waller sind große
Löffelblinker sehr interessant, da sie durch unregelmäßigen
Dreh- und Taumelbewegungen den Beutefisch nahezu perfekt
imitieren. Schon beim Auftreffen des Köders auf die
Wasseroberfläche wird ein Geräusch erzeugt, was einem
springenden oder raubenden Fisch ähnelt, dass den Waller
neugierig aus seinem Versteck lockt und zum Anbiss verleiten
kann. Der Waller kann das Aufschlagen eines Köders selbst
noch aus größerer Entfernung wahrnehmen.
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Zu den besten Stellen im
Frühjahr und Frühsommer ...
zählen für mich, verkrautete Flachbereiche die ich dann
mit schwimmenden Wobblern oder Gummifischen bearbeite.
Ebenfalls weit überhängende Äste, Bäume oder Büsche im
Uferbereich sind gute Hotspots. Diese bearbeite ich mit
Löffel, Spinner, Twin Fin oder Twister. Man muss natürlich
versuchen auch sehr nah an Ufer / Büsche ran zu schmeißen um
einen gewünschten Erfolg zu erzielen. Für mich zählen der
Twin Fin und Wobbler wie die Spro BBZ1 zu den bevorzugtesten
Spinnködern weil diese Dinger einfach der Hit sind.
Der Twin Fin wegen seines Twisterschwanzes der richtig
gut Druck macht, und die BBZ1 weil sie so einen
naturgetreuen Lauf hat und zusätzlich noch eine gute Rassel.
Aber Vorsicht, es sollte natürlich bei jedem Kunstköder nur
robustes Material verwendet werden sprich Sprengringe und
Haken gegebenenfalls austauschen. Wenn man daran spart,
spart man am falschen Ende.
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Die Bisse kann man in der
Absinkphase ...
und auf den ersten Metern des Einholens erwarten, sie
kommen meist sehr hart und unerwartet. Dies muss dann
natürlich mit ein bis zwei heftigen Anschlägen quittiert
werden. Wichtig ist noch, dass der Köder nicht senkrecht ins
Wasser plumpst, sondern an gestraffter Schnur und der
flachen Seite des Köders auf der Wasseroberfläche
aufklatscht, so das ein lautes Platschen oder Ploppen
erfolgt. Dieses kann man jedoch üben, indem man kurz vor dem
Auftreffen des Köders auf dem Wasser schnell den
Schnurfangbügel der Stationärrolle umklappt oder den Daumen
auf die Multirolle hält.
Die Spinnköder oder Löffelblinker sollte man mit
unterschiedlich geformten Löffeln anbieten, um verschiedene
Töne zu erzeugen. Die Modelle zwischen 40 – 60 Gramm Gewicht
ähneln durch die Aufplatschgeräusche den Beutefischen eher,
da in fast jedem Gewässer kleinere bis mittelgroße Rotaugen
oder Brassen vorkommen. Beim Spinnfischen in Flüssen
bevorzugt der Waller schräg mit der Strömung geführte
Blinker, weil das dem Kunstköder nochmal zusätzlich Druck
verleiht. Aber am wichtigsten finde ich ist halt dieses
laute Aufklatschen auf die Wasseroberfläche, weil es
manchmal einem Plopp mit dem Wallerholz ähnelt.
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Die Beisszeiten fallen je nach
den Jahreszeiten ...
zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten aus. Im
Frühjahr stehen die Chancen gut, dass die Waller an flachen
Plätzen den Blinker schon am Spätnachmittag bis in die Nacht
hinein annehmen, weil die Sonne während des Tages das
Flachwasser erwärmt hat und der Waller dort Beutefische
vorfindet. Gerade nach der Winterzeit und vor der Laichzeit
sind die Waller sehr aktiv. In den Sommermonaten rauben sie
in immer kürzeren Zeiten, jedoch macht es dann sehr viel
Spaß ihnen Nachts mit der Spinnrute auf die Pelle zu rücken,
besonders wenn man am Wochenende nicht die Zeit für einen
Ansitz hat, weil man arbeiten muss.
Erfahrungsgemäß sind gute Beisszeiten dann von Anfang
21:00 Uhr bis ca. 01:00 - 02:00 Uhr Nachts. Dann kann es
passieren, dass ein heftiger Wallerbiss erfolgt und nach
erfolgreichen Anhieb mit unvergesslichen Drill einem ein
schöner Waller in den Armen liegt.
Es lohnt auch, einmal mit dem
Wallerholz den Wallern nachzustellen, gerade an
jungfräulichen Gewässern. Ich hoffe ich konnte euch einen
guten Einblick in das Spinnfischen verschaffen.
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