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Es war mal wieder so weit ...
wir planten ein Wochenende an unserem heimischen
Gewässer. Wir hofften natürlich, dass die Waller bei uns
nicht mehr in der Laiche waren. Ganz aufgeregt fieberte ich
dem Wochenende zu, wie es auch bestimmt mein Kumpel Rolf
tat. Wir stellten natürlich unserem Freund dem Silure nach,
was uns an diesem Wochenende aber nicht richtig gelingen
wollte, denn außer einem Fisch von 1,57m und einem kurzem
Bad konnten wir keinen weiteren mehr überreden in unsere
Kamera zu lächeln.
Nun hofften wir natürlich auf das nächste Wochenende,
dass dort alles besser laufen würde. Wenn da nicht immer
dieses arbeiten wäre, soll jetzt aber nicht heißen, dass ich
nicht gerne arbeiten gehe oder meinen Beruf nicht mag ;) |
Endlich Wochenende ...
Andre und ich trafen uns samt Tackle am See um unsere
Session zu starten. Jedoch am Platz angekommen, meinte es
unser Herrgott anscheinend nicht gut mit uns. Es fing schon
beim Aufbauen an zu regnen, so etwas liebe ich ja, schrie
ich lauthals, und war schon ein bisschen genervt. Einige
Zeit später legte sich das Wetter wieder und wir konnten uns
dem weiteren Aufbau zuwenden. Allerdings blieb dies nicht
von langer Dauer, es fing wieder an zu gießen und diesmal
kam noch ein bisschen Wind hinzu. Dieser entwickelte sich
dann doch im Laufe des Wochenendes zu richtigen Orkanböen.
Im Radio schrie auch schon eine Wetterfee von
Unwetterwarnungen, was uns ein bisschen zu überlegen gab, ob
wir uns auch das richtige Wochenende ausgesucht hatten. Denn
laut Wetterbericht im Internet war so was allerdings nicht
vorher gesagt. Wir entschieden uns trotzdem zu bleiben und
eisern den Silures nachzustellen. Während der Regen weiter
unseren Alltag bestimmte, brachten Andre und ich unsere
Ruten raus, was sich durch den zunehmenden Wind ( Windstärke
5bft entspricht ca. 30km/h Windgeschwindigkeit ) doch ein
bisschen schwierig herausstellte.
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Wir waren uns natürlich nicht zu
100% sicher ...
ob unsere Ruten auch gut lagen, doch mittlerweile war es
18:00 Uhr und wir beschlossen, da keine Wetterbesserung in
Sicht war, die Ruten liegen zu lassen um sie zu später Nacht
oder am nächsten Morgen neu zu positionieren. Jedoch eine
Stunde später schon riss es dann meine Rute in Richtung
Wasseroberfläche, in die ich eigentlich das wenigste
Vertrauen hatte.
Nach einem impulsiven Adrenalinschub durch meine Adern
und einem schönen Drill, lächelte mir ein 1,56m langer
Silure ins Gesicht. Nach einer kurzer Fotosession wurde er
auch wieder in sein nasses Element entlassen. Rute neu
bestückt und wieder an ihren Platz gebracht, dann tranken
wir erst mal einen Kaffee. Danach tat sich jedoch erstmal
nix mehr und wir legten uns auf unsere Liegen.
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Um ein 01:00 Uhr wurde ich
jedoch ...
durch ein nervöses Zuckeln an meiner Rute geweckt, und
ich setzte einen Anschlag. Ich sagte zu Andre ja hängt und
es kam kurze zeit später ein Silure von 1,05m zum Vorschein.
Die Rute mit Köfi neu bestückt und an den Platz gebracht,
ereignete sich dieses Vorkommen 2 Stunden später noch einmal
und nach kurzem Drill war es dann ein 1,07m langer Silure.
Den weiteren Abend tat sich nix mehr und wir konnten in Ruhe
schlafen.
Am nächsten Morgen gegen 07:00 Uhr war es dann wieder
meine Rute die in Richtung Wasseroberfläche ging. Der
Anschlag saß und es begann ein super Drill, wo man direkt
merkte der Fisch auf der anderen Seite war kein Kleiner.
Nach spannendem Drill konnte ich dann einen 1,85m Silure in
den Armen halten.
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Danach entschlossen wir uns
einen neuen Platz aufzusuchen ...
dieser Entschluß erwies sich auf jedenfall nicht als
falsch, denn wir waren dort auch etwas Wind- und
Regengeschützter. Noch nicht alle Ruten ausgelegt, war es
dann Andre`s Rute die Laut gab und sich zur Sichel krümmte.
Daraufhin landete ich dann Andre`s ersten Silure an diesem
Wochenende von 1,33m per Handlandung. Alle Ruten scharf
sagte ich noch zu Andre jetzt holst du aber auf!
Da krümmte sich auch schon wieder Andre`s Rute zu einer
Sichel. Er setzte einen Anschlag ins Leere, weil er wohl
vergaß die Bremse etwas fester zu ziehen und ärgerte sich
über seinen verlorenen Fisch. Er schmiss die Rute zur Seite,
und schrie was für ein Nuub Fehler (ganz ehrlich ... die
Aktion, der super Spruch und die Gesichtsmimik von ihm waren
zum kaputtlachen) stellt euch das mal bildlich vor. Ich habe
natürlich nicht gelacht, so was macht ein FREUND nicht ;)
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Gegen Abend war er dann aber
wieder gut drauf ...weil er seinen Fehler
wieder gut machte und einen 1,56m landete und kurz danach in
den Armen hielt. Die Nacht verging und am nächsten Morgen
weckte mich ein schöner Duft von Kaffee der durch meine Nase
zog. Andre weckte mich, weil wir rechtzeitig einpacken
wollten. Es war schon alles weggepackt, außer die Ruten
natürlich, die stehen bis zum Schluss und werden auch als
letztes abgebaut. Was nochmal einen in letzter Minute
brachte, und mich mit einem 1,22m Silure beschenkte.
Natürlich nur Dicke, aber man
muss sie sich auch verdienen ...
The only easy day was yesterday !!!
Euer
Marcel Schlösser |
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