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von Marcel Schlösser

 
 
Es war mal wieder so weit ...
 

wir planten ein Wochenende an unserem heimischen Gewässer. Wir hofften natürlich, dass die Waller bei uns nicht mehr in der Laiche waren. Ganz aufgeregt fieberte ich dem Wochenende zu, wie es auch bestimmt mein Kumpel Rolf tat. Wir stellten natürlich unserem Freund dem Silure nach, was uns an diesem Wochenende aber nicht richtig gelingen wollte, denn außer einem Fisch von 1,57m und einem kurzem Bad konnten wir keinen weiteren mehr überreden in unsere Kamera zu lächeln.

Nun hofften wir natürlich auf das nächste Wochenende, dass dort alles besser laufen würde. Wenn da nicht immer dieses arbeiten wäre, soll jetzt aber nicht heißen, dass ich nicht gerne arbeiten gehe oder meinen Beruf nicht mag ;)


Endlich Wochenende ...
 

Andre und ich trafen uns samt Tackle am See um unsere Session zu starten. Jedoch am Platz angekommen, meinte es unser Herrgott anscheinend nicht gut mit uns. Es fing schon beim Aufbauen an zu regnen, so etwas liebe ich ja, schrie ich lauthals, und war schon ein bisschen genervt. Einige Zeit später legte sich das Wetter wieder und wir konnten uns dem weiteren Aufbau zuwenden. Allerdings blieb dies nicht von langer Dauer, es fing wieder an zu gießen und diesmal kam noch ein bisschen Wind hinzu. Dieser entwickelte sich dann doch im Laufe des Wochenendes zu richtigen Orkanböen.

Im Radio schrie auch schon eine Wetterfee von Unwetterwarnungen, was uns ein bisschen zu überlegen gab, ob wir uns auch das richtige Wochenende ausgesucht hatten. Denn laut Wetterbericht im Internet war so was allerdings nicht vorher gesagt. Wir entschieden uns trotzdem zu bleiben und eisern den Silures nachzustellen. Während der Regen weiter unseren Alltag bestimmte, brachten Andre und ich unsere Ruten raus, was sich durch den zunehmenden Wind ( Windstärke 5bft entspricht ca. 30km/h Windgeschwindigkeit ) doch ein bisschen schwierig herausstellte.
 


Wir waren uns natürlich nicht zu 100% sicher ...
 

ob unsere Ruten auch gut lagen, doch mittlerweile war es 18:00 Uhr und wir beschlossen, da keine Wetterbesserung in Sicht war, die Ruten liegen zu lassen um sie zu später Nacht oder am nächsten Morgen neu zu positionieren. Jedoch eine Stunde später schon riss es dann meine Rute in Richtung Wasseroberfläche, in die ich eigentlich das wenigste Vertrauen hatte.

Nach einem impulsiven Adrenalinschub durch meine Adern und einem schönen Drill, lächelte mir ein 1,56m langer Silure ins Gesicht. Nach einer kurzer Fotosession wurde er auch wieder in sein nasses Element entlassen. Rute neu bestückt und wieder an ihren Platz gebracht, dann tranken wir erst mal einen Kaffee. Danach tat sich jedoch erstmal nix mehr und wir legten uns auf unsere Liegen.
 


Um ein 01:00 Uhr wurde ich jedoch ...
 

durch ein nervöses Zuckeln an meiner Rute geweckt, und ich setzte einen Anschlag. Ich sagte zu Andre ja hängt und es kam kurze zeit später ein Silure von 1,05m zum Vorschein. Die Rute mit Köfi neu bestückt und an den Platz gebracht, ereignete sich dieses Vorkommen 2 Stunden später noch einmal und nach kurzem Drill war es dann ein 1,07m langer Silure. Den weiteren Abend tat sich nix mehr und wir konnten in Ruhe schlafen.

Am nächsten Morgen gegen 07:00 Uhr war es dann wieder meine Rute die in Richtung Wasseroberfläche ging. Der Anschlag saß und es begann ein super Drill, wo man direkt merkte der Fisch auf der anderen Seite war kein Kleiner. Nach spannendem Drill konnte ich dann einen 1,85m Silure in den Armen halten.
 


Danach entschlossen wir uns einen neuen Platz aufzusuchen ...
 

dieser Entschluß erwies sich auf jedenfall nicht als falsch, denn wir waren dort auch etwas Wind- und Regengeschützter. Noch nicht alle Ruten ausgelegt, war es dann Andre`s Rute die Laut gab und sich zur Sichel krümmte. Daraufhin landete ich dann Andre`s ersten Silure an diesem Wochenende von 1,33m per Handlandung. Alle Ruten scharf sagte ich noch zu Andre jetzt holst du aber auf!

Da krümmte sich auch schon wieder Andre`s Rute zu einer Sichel. Er setzte einen Anschlag ins Leere, weil er wohl vergaß die Bremse etwas fester zu ziehen und ärgerte sich über seinen verlorenen Fisch. Er schmiss die Rute zur Seite, und schrie was für ein Nuub Fehler (ganz ehrlich ... die Aktion, der super Spruch und die Gesichtsmimik von ihm waren zum kaputtlachen) stellt euch das mal bildlich vor. Ich habe natürlich nicht gelacht, so was macht ein FREUND nicht ;)
 


Gegen Abend war er dann aber wieder gut drauf ...

weil er seinen Fehler wieder gut machte und einen 1,56m landete und kurz danach in den Armen hielt. Die Nacht verging und am nächsten Morgen weckte mich ein schöner Duft von Kaffee der durch meine Nase zog. Andre weckte mich, weil wir rechtzeitig einpacken wollten. Es war schon alles weggepackt, außer die Ruten natürlich, die stehen bis zum Schluss und werden auch als letztes abgebaut. Was nochmal einen in letzter Minute brachte, und mich mit einem 1,22m Silure beschenkte.
 

 

 


Natürlich nur Dicke, aber man muss sie sich auch verdienen ...
The only easy day was yesterday !!!


 

Euer

Marcel Schlösser

 

 

 

 
     
 

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