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In unserer Rubrik "Clantalk" wollen wir die
Meinungen verschiedener Gesprächspartner einholen, um
deren unterschiedlichen Ansichten zu ganz bestimmten
Themen zu diskutieren. Im Monat Juli geht es diesmal um
dieses Thema.
"Ist die Größe entscheidend, oder gibt es
für euch auch andere Aspekte die erfolgreiches
Wallerfischen ausmachen ?"
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Peter Hödl von
Wallerteam Austria |
Ist die Größe entscheidend was das Wallerfischen betrifft
? Eine gute Frage, wenn man ehrlich zu sich selbst ist,
fängt man denke ich lieber einen grossen Fisch als einen
kleinen, vor allem wenn man schon mal das Glück hatte
einige größere Kaliber zu landen. Am Anfang meiner "Wallerfischerkarriere"
war ich bestrebt überhaupt mal einen dieser
geheimnisvollen Fische an die Leine zu bekommen, die Größe
war dabei nebensächlich. Alleine den Fisch überlistet und
zum Anbiss verleitet zu haben, war schon Befriedigung
genug.
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Heute muss ich ehrlich gestehen...
dass wenn mir ein Meterstutzen am Po
die Montage abräumt leichter Missmut aufkommt. Es hätte ja
durchaus ein besserer Waller beissen können. Irgendwie
sollte man sich wohl wieder an die Anfänge zurück erinnern
und sich auch über kleinere Fische freuen.
Grundsätzlich kann man die Größe des beissenden Fisches
kaum beeinflussen, ich hatte schon Attacken von Wallern
unter einem Meter auf Köderfische der 2 Kilo+ Klasse. |
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Von daher ist in meinen Augen der Angler erfolgreich, der
beständig seine Fische fängt, womöglich auch noch an
verschiedenen Gewässern. Eine Granate zu fangen, kann
jedem passieren. Beständig fangen tun in aller Regel nur
die, die auch was von der Materie verstehen.
In diesem Sinne wünsche ich
euch Freude an jedem Waller, vielleicht ist ja der Nächste
dann der ganz Grosse!
LG
Peter Hödl
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Johannes Martin von
Clan Silure |
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Oft hört man von Fangmeldungen von 2+++ Fischen, die als
wahre Monster angepriesen und gefeiert werden und mit
beeindruckenden Fotos der Öffentlichkeit präsentiert
werden. Angebote von Camps, die "Sie zu Ihrem Traumfisch"
bringen wollen machen die Runde. Dies sind alles Punkte,
die in meinen Augen die Realität oder besser gesagt den
Welsangelalltag etwas verzerren.
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Jeder Neueinsteiger geht mit der Erwartung...
ans Wasser jetzt die Großmutter der Ursau zu fangen
und ist dementsprechend enttäuscht wenns nicht auf Anhieb
hinhaut. Daran zerbrechen Viele, da sie sich so unter
Druck setzen einen "BigFish" fangen zu müssen, dass ihnen
der Blick fürs Wesentliche verloren geht und sie deshalb
früher oder später den Spaß an der Welsangelei verlieren.
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Meiner Meinung nach ist es egal wie groß der Fisch ist,
der nach dem Biss am Band zappelt. Natürlich ist es geiler
einen großen Waller aus der Tiefe zu pumpen, als sich mit
einem Halbstarken zu messen und klar ist so ein Riese
immer etwas ganz Besonderes, aber letztendlich zählt für
mich jeder Fisch gleich. Ein Fisch von 90cm bestätigt mir
genauso wie ein 2,20m, dass ich alles richtig gemacht
habe. Scheinbar hab ich die momentan herrschende Situation
richtig eingeschätzt und richtig reagiert, was mir am Ende
den Erfolg brachte. Und diese Bestätigung ist es, was mich
zufriedenstellt. Wer oft genug am Wasser ist, wird gar
nicht um einen Großen herumkommen und früher oder später
poltert's dann so richtig im Gebälk.
Also immer locker und alles
mitnehmen was kommt, dann kann man sich auch über die
"kleinen Dinge" im Leben freuen und hat dauerhaft Spaß an
seiner Passion.
Gruß
Hannes
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Martin Schneider von
Clan Silure |
Für mich ist die Größe meines Fanges eher zweitrangig. Im
Vordergrund steht die Vorbereitung auf den Angelausflug,
ob für wenige Stunden, eine Nacht, oder auch für mehrere
Tage. Um einen für mich erfolgreichen Angeltag zu erleben,
muss ich mit dem Wissen am Gewässer sein alles perfekt
vorbereitet zu haben.
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Das fängt bei der Rute an...
und hört beim Mückenspray auf. Ich
stimme mein Tackle auf die zu erwartende Situation am
Wasser ab. Mit dieser Gewissheit im Vorfeld, alles für den
zu erwartenden Fang getan zu haben, kann ich mich dann
beruhigt in den Stuhl setzten und auf den Biss warten.
Denn nur wenn das Tackle passt kann auch der Große kommen.
Einfluss auf das was beisst hat man sowieso in den
wenigsten Fällen. Und ob da jetzt ein Waller von unter 1 m
oder ein Waller von über 2 m beisst, ist für mich wirklich
zweitrangig. Im Vordergrund steht der Spass am Angeln und
das Erleben der Natur. |
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Nur Angeln zu gehen um meinen persönlichen Rekord zu
brechen und mich damit brüsten zu müssen, nein danke, dann
hätte ich dieses schöne Hobby falsch verstanden.
Im Vordergrund steht immer
die Achtung der Kreatur und der Spaß am Angeln. Wenn dann
doch ein großer beisst, ist die Freude darüber natürlich
unbeschreiblich.
Petri Heil
Martin
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Sven Dombach von Clan
Silure |
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In der heutigen Zeit gilt für viele Bereiche das Motto
„höher, schneller, weiter“. Jeder möchte der Beste sein
und oftmals bleibt derjenige auf der Strecke, der nicht
bereit ist, seine Ellbogen einzusetzen. Auch im Bereich
des Fischens und insbesondere im Bereich des
Wallerfischens beobachte ich seit geraumer Zeit eine
Entwicklung, die mich zum Nachdenken anregt. Genau aus
diesem Grund habe ich meinen Teamkollegen auch dieses
Thema für die aktuelle Clantalkrunde vorgeschlagen. Alle
waren sich einig, dass darüber diskutiert werden sollte.
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Die Foren und sonstigen Medien...
sind mittlerweile vollgestopft mit „2
Meter +++ Fischen“. Jeder fängt sie und es scheint ein
Kinderspiel zu sein, egal an welchem Gewässer.
Mittlerweile wird ein Fisch knapp über 2 Meter eher müde
belächelt, als seinem Fänger zu gratulieren und dies
respektvoll anzuerkennen. Unsere Scene ist angefressen von
Neidern, Dummschwätzern und Internet-anglern, die in ihrem
Leben wahrscheinlich noch nie erfahren haben, wie
Wallerschleim wirklich riecht. Es sind reine Theoretiker
und eine anglerische Praxis ist nicht vorhanden. |
Ich denke jeder Fischer sollte für sich persönlich seine
Maßstäbe bestimmen und sich auf keinen Fall unter Druck
setzen. Natürlich ist es vollkommen legitim, wenn man als
Ziel den Fang eines 2 Meterfisches definiert. Natürlich
geht keiner Fischen, um regelmäßig kleine Fische zu
fangen. Auch bei mir ist das nicht anders. Wichtig finde
ich dabei nur, dass man das immer realistisch und
bodenständig betrachtet. Zum einen hat der Fischer keinen
direkten Einfluss auf die Größe des beißenden Fisches und
zum anderen muss auch immer das Gewässer mit in die
Diskussion einbezogen werden, aus welchem dieser Fisch
stammt. Z.B. freue ich mich jedes Mal wie ein kleines
Kind, wenn ich aus meinem Heimatgewässer einen 1,40er
überliste, obwohl ich weiß, dass dieser im Vergleich z.B.
mit einem Pogiganten ein Fisch aus der Krabbelgruppe ist.
Meine Zielsetzung beim Wallerfischen ist es, regelmäßig
Fische zu fangen und ich würde mich sehr wohl als einen
akribischen und zielorientierten Angler bezeichnen. Wer
regelmäßig Fische fängt, wird auch immer wieder mal einen
Großen dabei haben. Die Qualität und Faszination des
Fischens hängt für mich aber auf keinen Fall an einer
Mindestgröße. Wenn man die Zielsetzung verfolgt immer nur
große Fische zu erbeuten, dann wird man beim Fischen sehr
oft Enttäuschungen erleben, nämlich immer dann, wenn das
Maßband wieder einmal „nur“ 1,42 und nicht 2,96!!!
anzeigt. Das wäre sehr schade und man würde wesentliche
Dinge außer Acht lassen.
Wirklich wichtig ist für mich die Harmonie mit dem
Angelkollegen, die Natur und ganz besonders das Bestehen
in unvorhersehbaren Situationen, die beim Wallerfischen
passieren. Mein Freund Mario sagt immer zu Recht: „Wenn
beim Wallerangeln etwas schief gehen kann, dann geht`s
schief“. Und wenn das Meistern solcher schwierigen Momente
noch mit einem Fisch belohnt wird, ist das ein
wunderschönes Gefühl, ganz egal wie groß dieser Fisch ist.
Wer es schafft sich selbst freizumachen von dem Zwang
ständig große Fische zu fangen, der wird auch in der Lage
sein, sich aus ganzem Herzen über die Fänge der Kollegen
zu freuen.
Für mich persönlich ist es
eine wundervolle Emotion, wenn ich spüre, dass die Freude
von meinem Angelpartner echt ist und zum Glück habe ich
solche Menschen an meiner Seite!
In diesem Sinne
Sven Dombach
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Kai Schrödter |
Durch die Medien bekommen wir oftmals vermittelt, dass der
Weg zu einem Kapitalen nur über Material und Zubehör
funktioniert. Viele User, die sich in der Theorie über den
Welsfang schlau machen, sei es mit Lektüren oder über
Foren sind dann am Gewässer selbst maßlos überfordert. In
der Theorie wird einem die Handhabung eines Echolotes
genau so wenig vermittelt, wie das Steuern eines Bootes
auf dem Gewässer. Vom genauen Auslegen der Montagen einmal
abgesehen.
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Hier überschreiten viele Anfänger ihre Grenzen...
und geben oftmals verfrüht auf. Die
Welsfischerei boomt – sich in jungen Jahren auf einen
Zielfisch festzulegen halte ich für falsch, denn zu einem
guten Angler gehört mehr, als der Welsfang! Teilweise sind
die Personen am Wasser nicht in der Lage eine
Feedermontage zu binden, bzw. sich mit der Feederrute die
Köderfische selbst zu fangen. Dies gehört genauso zum
Welsfang, wie die nach Jahren aufgebaute Sicherheit die
Montagen entsprechend abzulegen.
Die Fischgröße ist für mich nicht entscheidend. Beim
Auslegen der Montage und der Platzwahl gebe ich immer 110%
- beißt nun ein kleinerer Fisch, ist die Theorie in der
Praxis voll aufgegangen. Hat man dann zusätzlich noch das
Glück ein entsprechendes Kaliber zu haken, ist das das
Sahnehäubchen der Session. |
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Das Zitat: „Zeit fängt Fisch“ kommt nicht von ungefähr!
Wir haben auch gelernt: „Erfolg ist kein Zufall“. Ich
denke, es ist eine Symbiose aus Beidem. Zum einen sollte
man Zeit am Wasser verbringen, um ein oder das Gewässer
auch entsprechend lesen und deuten zu können, zum anderen
darf aber nichts dem Zufall überlassen sein, wenn die
„Kuh“ einsteigt.
Der Weg ist das Ziel! Genießt
Eure Zeit am Wasser, dem Tüchtigen wird Petri entsprechend
hold sein – Denn Zeit am Wasser, ist nah am Fisch!
Tight Lines
Kai
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Mario Waldherr |
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Ist die Größe entscheidend? Für mich definitiv nicht...
Sobald mein Köder im Wasser ist habe ich eigentlich keinen
Einfluß darauf wie groß der Fisch ist der hoffentlich
beisst. Letztendlich ist der Aufwand zum Fang eines 100 kg
Mammuts meistens genau der gleiche wie für den
übermotivierten strammen 65cm Teenie, der sich im Anfall
von Größenwahn den 35cm Köfi reinzerrt. Daher hat die
Größe für mich eigentlich nicht die erste Priorität.
Mir geht es zumindest beim Wallerfischen in erster
Linie darum einen Wels zum Biss zu verleiten. Wenn es dann
auch noch eine ordentliche Kachel mit mächtig Dampf ist um
so besser! Aber mich persönlich reizt es ungemein die
Uriane immer wieder aufs Neue mit möglichst vielfältigen
Methoden zu überlisten.
Olivier Portrat hat neulich für ziemlich Aufruhr in der
Scene gesorgt, da er sinngemäß geäußert hat, dass es keine
großartige Leistung ist einen 100 kg Fisch an einem gutem
Spot am Po mittels Bojenmontage auszusitzen. Ich bin mir
nicht sicher ob ich sein Statement jetzt richtig
wiedergebe, aber so habe ich es zumindest verstanden.
Sicherlich kann man darüber streiten ob es notwendig ist
eine solche Meinung in dieser Form der Öffentlichkeit zu
präsentieren und damit möglicherweise vielen Anglern, die
diese Art zu fischen bevorzugen, vor den Kopf zu stossen.
Aber grundsätzlich glaube ich zu verstehen was Olivier
hier wohl meint. Für mich persönlich ist die Wertschätzung
eines von mir gefangenen Fisches tatsächlich stark von der
Angelmethode abhängig.
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Ich liebe das aktive Fischen...
vom treibenden Boot auf die
Langbartler. Egal ob Spinnfischen, Driftfischen mit oder
ohne Clonk oder auch Vertikalangeln. Es gibt für mich
nichts aufregenderes! Wenn völlig unverhofft ein Fisch
oftmals brachial einsteigt ist das für mich ein ganz
anderes Erlebnis als wenn mich nachts ein Biss aus dem
Schlafsack reißt und der Fisch sich oftmals schon gehakt
hat.
Ich kann mich noch sehr lebhaft an zwei besonders
intensive Fangerlebnisse erinnern. Beide Fische waren
wirklich keine Riesen, aber die Umstände machen diese
Fänge für mich besonders.
Diesen Fisch überlistete ich beim nächtlichen Spinnfischen
im großen Weiher in Braunfels. Ich hatte mehrere Nächte
bereits ohne jeglichen Biss geblinkert bis der Arzt kommt.
Dennoch war ich mir sicher, dass irgendwann der Knoten
platzen muss. Und mein Instinkt und vor allem die
Beharrlichkeit zahlten sich aus. In den darauffolgenden
Nächten gelang es mir zwei weitere Siluris mit meinem
Blinker zu überrumpeln. |
Der zweite Fisch wird mir wahrscheinlich auch ewig im
Gedächtnis bleiben...
Hier handelt es sich um einen Fisch aus
dem Po den ich mit Kai beim Klopfen erwischte. Das für
mich Besondere an diesem Fisch ist die Tatsache, dass ich
ihn mit einem Aal unter Einsatz des Wallerholzes fing.
Unter Po-Profis ist diese Kombination offensichtlich der
todsichere Weg keinen Waller zu fangen, so wurde mir
zumindest gesagt. Dennoch hatten Kai und ich das Gefühl,
dass die Bedingungen zum Klopfen optimal waren und er lies
motiviert sein „Kalinux“ erklingen.
Beim allerersten Ablassen des Köders stieg der Waller
ein, Kai kam nicht einmal dazu mir mitzuteilen, dass
mächtig Alarm auf dem Echo zu sehen war. Wir baten unsere
Freunde Dirk und Haubi ein Erinnerungsfoto von dem für Kai
und mich ganz besonderen Fang zu machen. |
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Die beiden fanden unsere kindliche Freude ...
über den Walli offensichtlich eher sonderbar, aber wir
waren selig da unser Instinkt uns mal wieder zum Fisch
geführt hatte. Die Größe des Wallers war hierbei völlig
zweitrangig! Um es auf den Punkt zu bringen, für mich ist
ein aktiv gefangener halbstarker Fisch in meiner ganz
persönlichen Rankinglist wesentlich mehr Wert als ein
Großer den ich stationär erwische, basta.
Ich ziehe natürlich den Hut vor erfahrenen
Wallerfischern, die regelmässig kapitale Fische am Band
haben und gönn ihnen dies auch von ganzem Herzen. Denn wer
ständig Großfisch fängt, fischt definitiv erfolgreich und
er weiß was und warum er es tut. Ich wünsche diesen Jungs
aber, dass sie auch Freude an nicht so ganz kapitalen
Fischen haben. Es wäre sehr schade, wenn sie dieses Gefühl
irgendwann verlieren und es nur noch um die Jagd nach dem
größtmöglichen Waller geht. |
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Ich hoffe, dass auch meine
Clanbrüder und ich, niemals Opfer der Rekordsucht werden
und die Stunden am Wasser weiterhin in vollen Zügen
genießen können. Auch wenn mal wieder nur die
Krabbelgruppe unsere Köder attackiert...
Aloha
Mario Waldherr
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Frank Müllner von
S.I.T. Neckar |
Ansitzen auf Waller ist für mich Abenteuer. Das wichtigste
für mich ist die richtige Wahl des Tackles. Die Art und
Weise wie ich meinen Köder anbiete. Eine Garantie dafür
einen Platz zu finden, wo die Großen wohnen gibt es meiner
Ansicht nach nicht. Das macht für mich das Wallerfischen
so interessant.
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Für die richtige Platzwahl...
muss man ein Stück weit Erfahrung und
den richtigen Riecher haben. So weit, so gut. Ich
persönlich freue mich über jeden Fisch, denn auch die
Kleinen werden mal ganz Groß.
"Ob Groß ob Klein ich "zimmere" sie mit Freude rein."
Die Größe ist für mich dann ausschlaggebend wenn ich an
einem Platz ansitze und nur die Kinderschule da ist. Dann
wechsle ich den Platz, denn da kommt zu 80% kein Großer
mehr nach. |
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Habe ich Erfolg, weiß ich dass
alles richtig war was ich gemacht habe und das zählt bei
mir. Irgendwann kommen dann die Großen von ganz
alleine ...
Liebe Grüße
Franzl
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Jan Dombach von Clan
Silure |
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Für mich als absoluten Neuling ist es am allerwichtigsten,
heutzutage entsprechend Zeit zu finden, um ans Wasser zu
kommen. Ich glaube, dass ich dies, auch auf Grund meiner
beruflichen Lage, ganz gut realisieren kann.
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Als ich letztes Jahr das erste Mal...
mit meinem Cousin und Clanbruder Sven auf die Jagd
ging, war es für mich einfach nur der perfekte Start,
einmal dabei sein zu dürfen und zuzuschauen, was in so
einer Nacht auf Waller alles passieren kann. Ich hatte
nichts mit außer meinem Stuhl und ein paar Klamotten. Dass
Sven gerade in dieser Nacht, meiner ersten, einen Hattrick
landen musste, war für mich als absoluten Laien fast nicht
nachvollziehbar und ich denke noch heute immer wieder gern
daran zurück. |
Nun ist etwas Zeit vergangen und meine verbrachten Stunden
an heimischen Gewässern haben sehr stark zugenommen. Mein
persönliches Ziel war es immer, überhaupt mal einen Waller
zu haken, zu drillen, zu landen. Dies ist mir nun, dank
der Hilfe meines persönlichen Guide´s Sven, doch schon das
ein oder andere Mal gelungen. Mir persönlich war und ist
die Größe der Fische eigentlich schnurzpiepegal, das
wichtigste für mich ist die Tatsache regelmäßig gehen zu
können. Und wenn man dann noch ein Prachtexemplar landen
darf, ist dies natürlich umso geiler.An dieser Stelle
wünsche ich mir für meinen Clanbruder und Bruder Stefan,
dass auch er bald seinen ersten Waller verhaften wird. Ich
habe vor gar nicht all zu langer Zeit selber auf meinen
ersten Fisch gewartet und war dann überglücklich, als es
endlich soweit war.
Bald wird es klingeln, da
bin ich mir sicher...
Petri
Jan
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Stefan Neureither von
Twin-Turner |
Gute Frage, die aus meiner Sicht sehr einfach zu
beantworten ist. Mit dem Wallerangeln ist es so ähnlich
wie bei der Liebe. Größe ist ein Vorteil, aber sicherlich
nicht der alleinige Weg zur Befriedigung.
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Wer in dieses Hobby mit der Maßgabe startet...
möglichst nur große Fische zu fangen,
wird mit Sicherheit nicht lange Spaß daran haben, dafür
sind die anfänglichen Rückschläge einfach zu groß. Wenn
ich da an meine Anfangszeiten zurückdenke, im Nachhinein
betrachtet hab ich damals einen ziemlichen Mist
zusammengeangelt und mächtig Lehrgeld bezahlt. Doch ich
bin dran geblieben, weil mich nicht nur der Zwang zum
Erfolg angetrieben hat, sondern vor allem die Freude am
Wasser zu sein. Wenn man dann noch bereit ist den einen
oder anderen Tipp anzunehmen, etwas Experimentierfreude
mitbringt und ständig versucht sich zu verbessern, dann
stellen sich Erfolg und letztendlich auch die großen
Fische zwangsläufig ein. |
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Was kann es für einen Angler schöneres geben, als wenn die
selbst ausgedachte Montage oder Taktik funktioniert, wenn
der selbst ausgewählte Spot den Erfolg bringt und alles so
läuft wie man es sich vorher ausgemalt hat. Größe und
Gewicht sind, zumindest für mich dann erst einmal
zweitrangig.
Klar, auch ich fange am liebsten große Fische, gerne
auch regelmäßig, doch ich freue mich mindestens genauso
sehr, wenn bei einer Klopftour das selbstgebaute Rig
einige kleinere Fische bringt. Natürlich fahre auch ich
ins Ausland mit dem Ziel, den ein oder anderen „Diggen“ zu
fangen, da muss ich mir nichts vormachen. Sollte es dann
aber anders laufen als erhofft, dann gibt es für mich noch
andere Aspekte die einer Angeltour das Prädikat „besonders
wertvoll“ verleihen können – Das Gefühl alles versucht zu
haben, eine schöne Natur in Kombination mit Spaß und guten
Freunden.
Das ist es was zählt! Alles
kann, nix muss...
Petri & Grüße
Stefan
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Carsten Zeck von
Uni-Cat |
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Hallo lieber Clan, ein sehr interessantes Thema, das ihr
euch da für euren Talk ausgesucht habt. Für mich gibt es
definitiv noch andere Aspekte als die Größe, die ein
erfolgreiches Wallerangeln ausmachen.
Wenn ich zum Beispiel an der heimischen Saar unterwegs
bin, dann weiß ich, dass die Chancen auf einen großen
Fisch nicht sehr gut stehen. Ein Waller über 1,80m wäre
für dieses Gewässer schon ein Riese, zwei Meter Plus eine
wahre Sensation. Trotzdem freue ich mich auch wahnsinnig
über kleinere Wallis. Heimatverbundenheit und schöne
Abende mit guten Freunden spielen hier mindestens eine
genauso große Rolle, wie die Ausmaße des Fanges.
Bei Touren im Ausland muss ich aber schon sagen, dass
ich mir üblicherweise vornehme Großwaller zu überlisten.
Es macht mich zum Beispiel sehr glücklich, dass ich in
diesem Jahr in der Fremde bisher jedes Mal, auch bei
Wochenendtrips, mindestens einen Zweimeterfisch auf meiner
Habenseite verbuchen konnte.
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Für meinen alten Vereinskameraden
Martin Bremer war die Größe jahrelang nicht entscheidend.
Als er aber mit mir zusammen einen 247cm großen Fisch aus
der Saone überlisten konnte, sagte er auch nicht nein. |
Das faszinierendste am Waller selbst, ist für mich seine
Größe und seine Kraft. Verglichen mit anderen heimischen
Fischarten spielt er in einer anderen Liga. Bei Exemplaren
über 80 Kilo wird die Handhabung bei der Landung und bei
Fotos schon langsam kriminell. Gut, dass die Natur nicht
noch größere Fische für unsere bevorzugten Gewässer
vorgesehen hat. Dann könnte man noch so viel trainieren
gehen und wäre in diesen Punkten wahrscheinlich maßlos
unterlegen.
Es ist allerdings völliger Blödsinn zu behaupten, dass die
Größe der einzige Aspekt ist. Das Wallerangeln hat einfach
zu viele Facetten, um wirklich nur auf das angelegte
Maßband zu schauen. Besonders die Auslandtrips reißen
einen jedes Mal aufs Neue aus dem Alltag heraus, hinein in
eine Welt voller Abenteuer.
Mein Fazit: Die Größe ist wichtig, längst aber nicht
entscheidend. Die Aussage aber bitte auf´s Wallerfischen
beziehen :)
In diesem Sinne, allzeit gute
Fänge...
Beste Grüße
Carsten
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Thomas Dörr |
Ist die Größe entscheidend ? Nein, aber ein gewisse Rolle
spielt sie doch !
Auf die Frage, ob die Größe des gefangenen Fisches nun
eine Rolle spielt, kann man nicht so einfach eine klare
Antwort geben. Einerseits freue ich mich über jeden
gefangenen Fisch, denn er ist das Resultat eines guten
Planes der sein Ziel erfüllt hat.
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Weiter muß man die Größe unterschiedlich bewerten
Je nachdem wo man den Fisch gefangen hat. Aber es ist auch
mein Ziel große Fische zu fangen, ohne mich dabei dem
Zwang dessen zu unterwerfen. Und wenn dann ein Kleiner
nach dem anderen nachts die Montagen abräumt oder die
knappen Köderfischvorräte dezimiert, verstummen doch
irgendwann die Jubelschreie.
Aber man muß sich zu seinen guten Fischen durchangeln
und aus den Kleinen werden Große. Deshalb sollten sie auch
mit dem entsprechenden Respekt behandelt werden, um ihnen
die Chance zum Abwachsen zu geben. |
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Leider haben in unserer heutigen Zeit viele „Angler“ die
Relation zur Größe der Fische verloren, vermutlich weil
sie selbst noch nie einen anständigen Fisch selbst
gefangen haben und nur die Erfolgsmeldungen anderer lesen.
Die Frage, ab wann denn ein Waller nun „groß“ ist, oder so
bezeichnet werden kann, wäre schon fast ein eigenes Thema
wert.
Wallerfischen ist mehr als
nur große Fische zu fangen. Aber der Weg ist das Ziel und
am Ende des Weges wartet dann ein Dicker ...
Gruß
Thomas "Tomcat" Dörr
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Stefan Dombach von
Clan Silure |
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Servus erst mal, also meiner Meinung nach ist die Grösse
des Fisches egal, Hauptsache man fängt irgendwas. Als ich
letzte Session oft mit meinem Cousin und Clanbruder Sven
und auch mit meinem Bruder und Clanbruder Jan mitgegangen
bin, war für mich als Laien klar, dass ich dieses Hobby
nie mehr missen will. Wir haben bis heute, ausser ich,
schon richtig geile Fische gefangen ob groß oder klein und
ich freue mich über jeden Fisch egal von wem. Wenn man was
gefangen hat und hat dann noch alles richtig gemacht ist
es um so schöner.
Ich freue mich über jeden
Angeltag den ich erleben darf und in diesem Sinne noch
Petri Heil ...
Gruß
Stefan
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Jens van Laak |
Neben der Grösse der Fische gibt es noch sehr viele Dinge,
die zu einem tollen Wallerfischen gehören. Was ist für
euch persönlich entscheidend? Jeder setzt dort sicherlich
andere Prioritäten. Dinge, die für viele wohl wichtig
sind, denke ich, sind neben einer schönen Natur auch
Teamgeist und Freundschaft, vielleicht auch Menschen die
man kennengelernt hat, oder die Herausforderungen, die man
für sich bewältigt hat.
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So denke ich sehr gerne ...
an unseren ersten Schlauchboot Trip vom
Team Welsfiber zurück. 2 Neue 5 PS´ler, Zwei 3m
Schlauchboote und nur Vermutungen und Informationen
anderer über das Gewässer. Nur Waages vor Augen. Es war
ein sehr schönes, aber auch anstrengendes Erlebnis, diese
Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Da spielt es
jetzt mir mich keine große Rolle ob und wieviele 2m +
Fische gefangen wurden. Wenn nicht nur Kleine am Start
waren.
Bei mir heißt es immer maximale Performance, und nicht
nur beim Wallerfischen. Wenn am Abend die Ruten scharf
sind, die Knickis leuchten und die Köfis perfekt
präsentiert sind, dann ist Entspannung angesagt. Solange
bis die Entspannung in volle Anspannung binnen einer
Sekunde umschlägt. Adrenalin schießt ins Blut wenn die
Ruten sich neigen. I love it!! |
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Wir sollten immer was von
einem Trip mitnehmen!
Das ist für mich entscheidend. Sei es wieder etwas
über unsere Schleimies gelernt zu haben, eine erholsame
und schöne Zeit oder auch tolle Erinnerungsfotos, sei es
mit Fischen oder ohne. Mit der Größe ist es so, dass ich
mich besonders über gute Fische freue, die zu dem Bestand
passen. Wenn ich hier in Deutschland fische, freue ich
mich über jeden Waller. Im Ausland sieht es, leider muss
ich wohl auch sagen, etwas anders aus. Denn mit dem da
aufgefahrenen Tackle macht ein Meterfisch leider nicht so
richtig Laune.
Zwar ist dieser Fang eine Bestätigung seines eigenen
Tuns, und wenn ich durch den Fang eines Kleinen eine
wichtige Erkenntnis erlange, ist alles in Butter. Falls
ich aber in einer Nacht einen Kleinen nach dem anderen auf
die Matte ziehe, wird die Stelle gewechselt. Wir vom Team
Welsfiber fischen halt auf die Größten. Das ist unser
Ziel. Gute bis kleine Fische (aus dem Ausland) werden bei
uns oft direkt ohne Fotos released. Das ist weniger
Aufwand für den Angler und natürlich schonend für den
Fisch.
Die Wertschätzung jedes
Fisches sollte allerdings nie unterschieden werden. Jeder
Fisch wird mit Respekt behandelt.
In dem Sinne ...
Tight Lines und ne schöne Zeit!!
Jens van Laak
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Daniel Katzoreck von
Black Cat/Quantum |
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Zwei Stunden werfen ohne Biss, vertieft in Gedanken, ich
beobachte die Wasservögel am Ufer. Wie von alleine tanzt
der Gummi über Grund. Urplötzlich kommt der Einschlag. Bis
ins Handteil ist der TOCK zu spüren, ein Anschlagen ist
gar nicht mehr möglich, sofort hänge ich im Drill. In
einer Millisekunde ist alles mögliche Adrenalin
ausgeschüttet. Vom eigentlichen Drill bekomme ich nur
Bruchstücke mit, im Nachhinein erinnere ich mich nur über
Fotos vom Drill an die harten Schwanzschläge. Der große
Wels will natürlich auch noch fotographisch gut in Szene
gesetzt werden. Welch eine Tortur für Fänger aber auch für
den Fisch. Was danach bleibt ist meist ein erschöpfter
Fänger und Fisch.
Viele mögen es nicht glauben, aber beim Spinnfischen
ist für mich das genialste Erlebnis, den Biss direkt in
der Rute zu spüren. Es ist sogar schon Tage danach
passiert, dass ich im Schlaf aufgezuckt bin und den Biss
zu 100 % nacherlebt habe. Ich zuckte auf und merkte es war
leider nur noch der Traum des erlebten. Der eigentliche
Drill ist das Sahnehäubchen.
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In diesem Zusammenhang will ich auch mal den Satz
erörtern, WER VIEL AM WASSER IST FÄNGT VIEL FISCH!
Meist kommt der Satz von Leuten die
wenig Zeit haben ans Wasser zu gehen und somit auch
potentiell weniger Chancen haben einen Fisch zu fangen.
Der Satz mag stimmen, wenn jeder Angler die gleichen
Vorraussetzungen hätte. Unter Vorraussetzungen zähle ich
Fähigkeiten wie:
- Gewässer lesen können
Dazu zählen die Strukturen aufgrund von äußeren Umständen
zu deuten. Wo gibt es Untiefen, wo sind Scharkanten, wo
treibt die Strömung die Nahrung für Kleinfische hin? Auf
welches Ufer trifft der Wind?
- Den Fisch zu verstehen
Wann und wo nimmt er die Nahrung auf. Spielt die Tagszeit
eine Rolle, die Uhrzeit etc.? Welche Faktoren haben
allgemein einen Einfluss auf die Aktivität der Welse.
Haben sich die Krebse grad frisch gehäutet, und stellen so
eine schmackhafte Nahrung dar. Nach was richten sich diese
Häutungsphasen? Wann treffen sich die Weißfische zum
Laichen und wo? Wann laicht der Zander und stellt so als
Nestbewacher eine leichte Beute dar? Wo laicht der Zander?
Die Schnecken und Insekten flüchten beim Hochwasser auf
die letzten verbleibenden Grashalme, bis sie ganz im
Überflutungsgebiet verschwinden und warten darauf vom Wels
im 50cm tiefen Wasser gefressen zu werden? Die Welsspezies
wissen, dass auch in so flachem Gebiet große Welse jagen,
doch ein Normalangler? |
Wer das Gefühl für den Fisch,
das Gewässer, den Köder und das verwendete Gerät hat ...
der wird auch mehr Erfolg haben, egal
wie viel Zeit zur Verfügung steht. Ein Wurmangler, der
sein Blei tag täglich an die gleich Stelle befördert, wird
auf Dauer vielleicht seinen Fisch fangen, aber eben nicht
so konstant wie ein Fischer mit dem besagten Feeling.
ABER, dieser Wurmbader geht zum Angeln, weil er dort seine
Befriedigung findet. Er sucht die Ruhe vor dem Alltag,
vielleicht in seiner anglerischen Welt auch die
Herausforderung. Fängt dieser Angler, vielleicht
ausgestattet mit einer einfachen Teleskoprute und billigen
Stationärrolle aus dem Discounter einen Wels von einem
Meter, dann ist das für ihn ein Riesenerlebnis.
Erfolgreiches Welsfischen hängt von einem selber ab,
denn die Ansprüche an einem selbst sind von Person zu
Person unterschiedlich. Ist der einfache Angler von eben
zufrieden mit dem was er macht, dann soll er dies
ausleben. Vielleicht sieht er sich sogar als Welsangler,
genau wie viele von uns auch, die schon 2m Welse gefangen
haben. Aber das ist doch auch schön so. Angeln ist kein
Wettkampf, auch wenn es manchmal suggeriert wird. Für
viele von uns ist es Freizeit und nicht das Jagen nach den
entscheidenden Zentimetern.
Für mich ist das erfolgreiche
Welsfischen, die Herausforderung den Wels zum Biss zu
überlisten!!! Was für eine Größe dabei herauskommt ist
erstmal sekundär, sollte es ein Rekordfisch sein wäre es
Klasse aber kein Zwang.
Viele Grüße
Daniel Katzoreck
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Jochen Moser |
Eigentlich hab ich mit der Schleimbrockenfängerei nichts
zu schaffen. Ab und an kommt man mit den Welsen eben als
Beifang in Berührung, und da bin ich dann immer heilfroh,
wenn die Kameraden nicht ganz so gross sind!
Aber: Ich bin leidenschaftlicher Karpfenangler, mit allen
dämlichen Angewohnheiten und Macken. Bis auf ein paar
Klopfrunden am heimischen Fluss, oder mal aus Langeweile
ne Steinmontage an nem französischen Strom, geht bei mir
nicht viel Anderes. Zeitmangel - man/n lebt ja auch sonst
noch. |
Und jetzt gleich mal meine Kernaussage zum Thema:
Jeder will grosse Fische fangen!!! Das
ist einfach so! Jeder der was anderes sagt, der Lügt.
Niemand geht los, mit dem Ziel, kleine Fische zu fangen.
Die Menschheit ist einfach auf grösser, weiter, höher,
schneller... usw. ausgerichtet. Das Problem ist nur, dass
man um die Grossen zu erwischen, sich durch die Kleinen
durchfangen muss. Und dabei sollte man sich nun mal vor
Augen halten, dass die Kleinen auch mal gross werden, und
deshalb einen genau so sorgsamen Umgang verdienen, wie die
grossen Fische. Eigentlich sollte das selbstverständlich
sein, wird aber gewiss nicht immer praktiziert. |
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| Klar ist es nervig, um halb drei Uhr in
der Nacht beim grössten Pisswetter nur mit Socken an den
Füssen, die Schuhe waren gerade nicht auffindbar, einen
Satzkarpfen abzuhängen. Da kann schon Zorn aufkommen.
Aber mal kurz darüber nachgedacht, wie es einem in der
eigenen Jugend erging, und dass man das eine oder andere
Mal froh war, nicht gleich bei jedem Unfug den man
anstellte, eins auf die Mütze bekommen zu haben. Auch wenn
der Halbstarke sämtliche Schnüre vertüttelt, sieht die
Sache aus dem genannten Blickwinkel gleich ganz anders
aus.
So, das sollte zum Thema mal
gesagt sein!
Gruss
Jochen
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Marco Müller |
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Natürlich freue ich mich wenn ein Kapitaler beißt mehr,
als wenn es irgendein Durchschnittsfisch ist, das wird
wohl jedem so gehen. Aber das Wallerangeln macht für mich
mehr aus als immer nur die größten oder schwersten Fische
zu fangen.
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Erfolg ist das Ziel einer Angelsession ...
aber nicht um jeden Preis.
Kameradschaft, Erholung und Freude an der Natur stehen
klar darüber. Mit Freunden am Wasser sitzen, schön zu
grillen und dazu das ein oder andere Bierchen trinken,
gehört für mich genauso zu unserem Hobby, wie tagelang
intensiv und zielstrebig unter Einschränkung der Hygiene
und der geregelten Ernährung dem einen bestimmten Fisch
hinterher zu jagen. |
Der Weg ist das Ziel, und ein Volltreffer die Krönung des
Ganzen ...
Gruß
Marco
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Alwin Roth von
Welsjäger Württemberg |
Vorweg - die Frage die mich umtreibt wenn ich auf die
Wallerhatz geh, ist nie wie groß oder klein, sondern ob
ich überhaupt fange (Muahhh) !!!Nee, im Ernst ... ich
behaupte mal - ein, wenn nicht der Grund warum wir uns als
Zielfisch den Waller ausgesucht haben ist, daß der Waller
nun mal der größte in unseren heimischen Gewässer
vorkommende Fisch ist. Alleine darin findet sich schon ein
Teil der Antwort auf die Frage; denn einen von diesen
GROSSEN will jeder von uns mal an den Haken bekommen -
wär´s ned so, würden wir alle nur am Vereinswässerle den
Satzkarpfen frönen und wären glücklich und zufrieden.
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Welsangler sind aber ehrgeizig - wir wollen mehr!!!
Hat man sich den Wallervirus einmal eingefangen, kommt
man in der Regel nicht mehr davon los, weil Wallerfischen
ist mehr als nur große Fische fangen, wie jeder von uns
weiß. Alleine die Vorbereitungen bis der Angelplatz
gefunden und eingerichtet ist, die Montagen ausgelegt
sind, alles paßt, dann das verdiente Waller-Bierchen mit
dem Teampartner geschlotzt wird bevor´s ins Nest geht -
immer (ok meistens) mit einem wachen Auge. Und dann das
Feeling wenn´s rappelt und sich beim Biß die Rute im
Halter biegt, dein Puls das Blut in die Adern preßt, du
innerhalb eines Wimpernschlages von Null auf Hundert an
der Rute bist und zum ersten mal den Fisch spürst ... |
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Diesen Moment koste ich aus. Es ist nur ein kurzer Moment,
in dem ich um mich herum nichts mehr real wahrnehme. Der
Fisch und ich. Stille herrscht, da tauche ich ab in eine
andere Welt. Das typische Schlagen des Wallers holt mich
aber rasch zurück in die Realität und der Tanz beginnt.
Relativ schnell wird einem anhand der Gegenwehr klar, ob
ein Digger hängt oder eher ein 1+ (meistens). Ich kann
mich Gott sei Dank auch noch an so einem "Meterwaller"
erfreuen, aber das ganz breite Grinsen beginnt ganz klar
dann, wenn das Messergebnis mit 2... anfängt :-)
Leider beschleicht mich
gelegentlich das Gefühl, daß manchen dieser Geist unserer
Passion verloren geht und immer mehr dem Größenwahn
verfallen, alle Hemmungen ablegen und losziehen, frei nach
dem Motto: MEHR - GRÖSSER - SCHWERER und das um jeden
Preis !!!
Grüßle an den Clan und ...
Petri Heil
Winne
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