|
|
|
|

|
Clantalk vom Februar 2011 |
|
|
|
|
In unserer Rubrik "Clantalk" wollen wir die Meinungen
verschiedener Gesprächspartner einholen, um deren
unterschiedlichen Ansichten zu ganz bestimmten Themen zu
diskutieren. Im Monat Februar 2011 geht es diesmal um
dieses Thema.
"Mein Lieblingsgewässer - welche
Bedingungen sollte es deiner Meinung nach erfüllen, geht
es euch hauptsächlich um den Bestand an Grossfischen oder
gibt es auch andere Kriterien nach denen ihr eure Auswahl
trefft ?"
|
 |
Sven Dombach von Clan
Silure |
Hallo Silures,
die Frage nach meinem Lieblingsgewässer kann ich ganz
einfach beantworten - der Fluss. Ich bin an der Lahn
aufgewachsen und das scheint die Ursache dafür zu sein,
dass ich das Geräusch des Fließwassers brauche. Alles ist
in Bewegung und es vollzieht sich sowohl über als auch
unter der Wasseroberfläche eine ständige Veränderung. Der
Fluss hat für mich etwas geheimnisvolles und auch die
Kampfkraft der Flussfische sucht seinesgleichen.
|
Ein Fluss erscheint mir ...
im Vergleich zu einem See nach oben und unten offen zu sein. Man kann
einen Fluss auch im Gegensatz zu vielen Seen nicht einfach
mal ablassen, um sich einen Überblick zu verschaffen
welche Bewohner er beherbergt. Auch in diesem Unterschied
liegt für mich eine entscheidende Besonderheit der Flüsse.
Es bleibt viel Platz für Spekulationen über die Größe der
Fische, die man ja niemals zu 100% erfahren wird. Es kann
immer irgendwo in diesem Fluss noch einen größeren Fisch
geben. |
 |
Ich habe an der Lahn das Angeln erlernt und dieser Fluss
ist meine große Liebe … er ist meine Leidenschaft.
Natürlich ist mir klar, dass ich hier niemals einen
Rekordfisch fangen werde. Auch macht die Bestandsdichte
und die Gesetzeslage die Wallerjagd in unseren Gefilden
nicht unbedingt leicht. Aber die Fische aus der Heimat
sind für mich immer etwas ganz Besonderes. Was ich an
diesem anspruchsvollen Fluss lerne, bringt mich auch im
Hinblick auf andere Gewässer weiter. Hier zu lernen ist
eine sehr gute Basis.
Damit habe ich schon einen wichtigen Aspekt
...
der Ausgangsfrage beantwortet. Bei der Wahl meiner
Lieblingsgewässer geht es sicher nicht immer um die
Aussicht auf möglichst kapitale Fische. Die
Herausforderung liegt oftmals in anderen Dingen. Ich bin
ein bekennender Frankreichfischer und die französischen
Flüsse faszinieren mich sehr. Hier habe ich natürlich die
klassischen und mittlerweile sehr bekannten
Großfischgewässer der Camargue befischt und auch dort
zieht es mich immer wieder hin. Das ist jedes Mal sehr
spannend und etwas Besonderes.
Ich möchte in nächster Zeit aber etwas von diesen alt
bekannten Pfaden abkommen. Das Erschließen von neuen und
mir bisher unbekannten Flüssen wird mich in den nächsten
Jahren vorantreiben. Nicht nur in Frankreich oder Italien
sondern hier bieten sich gerade im Osten Europas gute
Möglichkeiten.
Dabei geht es nicht immer um die Aussicht auf ein
Welsmonster. Naturbelassene, unerschlossene und wilde
Flüsse, deren wahres Potential noch unbekannt ist, finde
ich sehr spannend. Hier gibt es viel zu entdecken und
natürlich bieten solche Gewässer sehr viel Raum für
Spekulationen und die Phantasie hat freien Lauf. Es bleibt
also weiterhin spannend auf der Suche nach den wahren
Giganten.
Ich wünsche Euch allen viele
schöne Stunden an eurem Lieblingsgewässer, wo immer dieses
auch sein mag!
In diesem Sinne ...
Sven Dombach
|
|
Tobias Reiß |
 |
Also Lieblingsgewässer ist schwer zu sagen, jedes Gewässer
hat was für sich finde ich.
In erster Linie schau ich mal wie die Gesetze an dem
Gewässer sind und natürlich ganz klar ob Waller vorhanden
sind. Die Größe der Fische ist für mich eigentlich erst
mal egal, da ich jetzt keinen Trip plane um nur Bollen zu fangen. Klar will ich einen Großen aber ich
finde, wenn die Natur und der Angelpartner stimmt, ist der
große Fisch nur das I-Tüpfelchen. Jeder Fisch ist für mich
ein Erfolg egal wie groß, darüber freue ich mich.
|
|
 |
Meine ersten Touren nach Frankreich ...
plante ich mithilfe einiger Infos von Leuten die schon mal vor Ort
waren. Mit der Zeit ging ich neue, unbekannte Wege da ich
keine Lust mehr hatte einem Trampelpfad hinterher zu
gehen. Klar sind viele Gewässer bekannt, aber das ein oder
andere Flüsschen ist doch noch etwas jungfräulich. Am
besten gefallen mir Plätze wo ich alleine bin, dass heißt
mitten in der Wildnis wo ich meine Ruhe habe. |
Natürlich sind meine Lieblingsgewässer die, wo der Angler
auch noch Angler sein darf, sprich Lebend Köder, Nachtfischen, Zelten und ein schönes Feuerchen.
Das Bootsfischen ist auch ein Punkt auf den ich sehr achte,
da ich viel Aktiv fischen gehe.
Am liebsten sind mir Flüsse, warum weiß ich auch nicht so
genau.
Einer der schönsten Flüsse ist für mich der Doubs, von der
Natur finde ich den Fluss absolut herrlich da er noch
recht naturbelassen ist. In nächster Zeit werde ich auch
mal nach Polen gehen um dort mal dem Waller nachzustellen,
mal sehn ob da auch was geht.
Wünsche jedem für 2011 schöne Trip´s an sein
Lieblingsgewässer ;-)
Grüße Tobi
|
 |
Thomas Dörr |
Wie sollte das imaginäre Lieblingsgewässer aussehen ?
Es sollte eine gute Bestandsdichte mit einer
natürlichen Alterspyramide haben, wobei der Anteil an
Großfischen gut ausgeprägt sein sollte. Auch sollte die
Möglichkeit eines Giganten aus Ur- bzw. Anfangsbeständen
gegeben sein, denn ich möchte speziell auch größere
Exemplare fangen können und die Möglichkeit haben, mich
mit meinen Ergebnissen zu steigern. |
Idealerweise sollte es ...
ein möglichst naturbelassenes Gewässer mit den daraus resultierenden
Strukturen und sich jahreszeitlich, wasserstands- und
wetterabhängigen Veränderungen sein, das den Angler
fordert, aber ihm auch die Möglichkeit gibt durch sein
Wissen und die Fähigkeit das Wasser zu lesen zum Erfolg zu
kommen. Sehr schön wäre natürlich kein oder nur geringer
Angeldruck, was aber bei den bekannten Gewässern nirgendwo
mehr der Fall ist und somit beim Wunschgedanken bleibt.
Ebenso eine relativ geringe Distanz zum Wohnort um die
Anzahl der Ansitze zu erhöhen. |
 |
Ein vielseitiger Bestand an (Futter-) Fischen, sowie
anderen am und im Wasser lebenden Tieren erhöht ebenfalls
den Reiz eines solchen Gewässers. Alle von mir befischten
Gewässer bringen einen Teil dieser Anforderungen, das
All-in-one-Paket habe ich noch nicht gefunden und dabei
wird es wohl leider auch bleiben. Durch die
Verschiedenheit der bisher befischten Reviere, fällt es
mir auch schwer hier ein Ranking vorzunehmen. Hier haben
aber sicherlich Po und Petit Rhone die Nase recht weit
vorne.
Euer
Thomas "Tomcat" Dörr
|
|
Alexander Kubica von
Wallerteam Austria |
 |
Das perfekte Gewässer!
Das perfekte Gewässer setzt sich aus vielen Faktoren
zusammen. Ein gewisser Fischbestand ist natürlich
vorausgesetzt. Denn in einem fischleeren Gewässer angelt
kaum jemand gerne. Der perfekte Wallerfluss ist für mich
definitiv der Po in Italien. Das sage ich nicht nur aus
dem Grund, da ich jedes Jahr fast 8Monate an seine Ufern
verbringe. Nein dieser Fluss bietet alles was sich ein
Wallerangler wünschen kann.
|
 |
- Schnelle tiefe Passagen
- Langsame flache Passagen
- Steinbuhnen
- Hochwasser
- Meeräschenschwärme
- endlose Sandbänke
- schnell wechselndes Wetter
- und verdammt schwere und kampfstarke Waller
|
Zudem bietet der Po die Möglichkeit jede gängige Methode
mit Erfolg auszuüben. Egal ob das Spinnfischen inmitten
der Äschenschwärme. Das Vertikalfischen in den
Wintermonaten. Das Schleifen im Frühjahr oder die normale
Ansitzangelei. Zudem wird man von diesem Fluss nach
Jahren, immer und immer wieder auf die Probe gestellt. Und
wer hier nicht allzu schnell reagiert, kassiert schneller
als man denkt eine bittere Schlappe. Jeder Tag ist aufs
neue eine besondere Herausforderung.Insgesamt muss das
perfekte Gewässer für mich immer wieder mit neuen
Überraschungen und Herausforderungen aufwarten. Ansonsten
verlier ich sehr schnell das Interesse daran. Speziell im
östlichen Europa gibt es noch einige Perlen die kaum
jemanden bekannt sind und denen in naher Zukunft mein
Interesse gilt. Auch in meiner Heimat der
Südost-Steiermark warten einige Perlen mit einem guten
Wallerbestand auf, von dem die Wenigsten wissen. Dennoch
wird der Po immer mein Gewässer Nummer 1 sein.
Zusammenfassend heißt das: Mein Traumgewässer muss sehr
individuell sein. Zu leicht zu fangende Fische verlieren
schnell den Reiz. Über Monate gleich bleibende
Verhältnisse werden mit der Zeit auch uninteressant. Wenn
ein Gewässer aber unberechenbar ist. Und man sich jeden
Tag neu einstellen muss und man dennoch immer wieder die
Chance hat Ausnahmefische zu landen, dann rückt man dem
Traumgewässer immer näher.
Wohl bemerkt muss ein Traumfisch auch nicht immer die
100kg knacken. In Gewässer in denen die max. Fischgröße
180cm beträgt ist ein Fisch in eben dieser Länge auch
schon der Hammer. Den Wert jedes einzelnen Fisches muss
aber jeder für sich selbst heraus finden. Ebenso wie sein
eigenes perfektes Gewässer.
Abschließend bedanke ich mich bei den Clan Jungs bei
diesem interessanten Thema und wünsche allen Lesern ein
fettes Petri Heil für 2011.
Liebe Grüsse
Alexander Kubica
Wallerteam Austria
|
 |
Hannes Martin von
Clan Silure |
Die Frage nach meinem Lieblingsgewässer ist nicht so
einfach zu beantworten und kann sicher auch nicht an einem
bestimmten Gewässernamen festgemacht werden. Es gibt
einfach zu viele Gewässer, die auf ihre Art besonders
sind. Flache, schnellfließende Gewässer mit langgezogenen
Kiesbänken und einigen Gumpen bringen genauso ihre ganz
speziellen Reize mit sich wie große, auf den ersten Blick
eintönige Flussläufe.
Was ich aber auf jeden Fall sagen kann ist, dass das
Angeln im Fluss für mich der absolute Favorit ist. Flüsse
sind nur bis zu einem gewissen Punkt berechenbar. Man weiß
nie was sich wirklich unter der Wasseroberfläche abspielt
und vor allem, welche Schätze dort wirklich im verborgenen
Schlummern.
|
Die Fischbestände in den Flüssen ...
sind meistens wild herangewachsen und niemand vermag sagen zu können wo
ein Größen- oder Gewichtslimit liegt. Vom 50cm-Wels bis
zum fetten Urfisch kann alles jederzeit alles unseren
Köder einsaugen. Und genau dieser Punkt bringt eine
gewisse Mystik an und um diese Gewässer und schafft es
auch des Öfteren mir eine Gänsehaut zu verpassen wenn ich
nachts am Ufer stehe und die Fische rauben höre, oder
meinen Köderfisch in der Tiefe verschwinden sehe. Außerdem
verändern Flüsse regelmäßig ihr Gesicht. Mal mehr, mal
weniger. |
 |
Hochwasser tragen Sandbänke ab und häufen sie woanders neu
auf. Treibgut wie große Äste oder ganze Bäume bleibt bei
sinkenden Pegeln liegen und bildet neue Spots. Es
entstehen neue Möglichkeiten. Darüber hinaus sind die
Fische die in Flüssen heranwachsen und leben oft sehr gute
Kämpfer. Um sich in der Strömung behaupten und fortbewegen
zu können müssen sie einiges an Energie aufbringen und
eignen sich so große Kraftreserven an. Nachdem so ein
Fisch gehakt ist schlägt uns diese Kraft natürlich voll
entgegen. Die Fische wissen die Strömung sehr gut für sich
zu nutzen und so entstehen oft knallharte Drills auf des
Messers Schneide.All dies sind Gründe, warum ich mein
Camp lieber an Fließgewässern aufschlage als an Weihern
oder Seen und das wird sich vorrausichtlich auch nicht
mehr ändern. Es gibt noch sehr viel zu entdecken und
hinter jeder Flusskurve warten neue Herausforderungen
darauf bewältigt zu werden und eventuell ja auch der Fisch
des Lebens.
Wünsche euch viel Spaß am
Wasser ...
Gruß Hannes
|
|
Michael Kluge |
 |
Mein Lieblingsgewässer, habe ich eigentlich ein
Lieblingsgewässer und was sind die Anforderungen an ein
Lieblingsgewässer? Um mich an einem Gewässer richtig wohl
zu fühlen, muss es zum einen urig sein und zum anderen
muss natürlich auch der Bestand passen.
|
 |
Ich liebe die französischen Flüsse ...
da der Mensch dort nicht so sehr eingriffen hat, wie bei uns und man
das Gefühl hat, noch wirklich in der Natur zu sein. An den
richtigen Stellen ist man dort für sich alleine, was
manchmal auch ganz schön ist. Das bedeutet wahre Freiheit
für mich.
Ich habe noch ein Gewässer auf meiner Liste, welches
ich schon seit zwei Jahren gerne befischen würde. Es ist
bislang nicht als super Wallergewässer bekannt, aber dafür
gefällt mir die Wildnis dort sehr gut und man kann etwas
Pionierarbeit leisten. |
Als Gegenbeispiel dafür steht mein Hausgewässer, ein 7ha
großer Baggersee mit Parkteichcharakter mitten in meiner
Heimatstadt. Dort ist man eigentlich nie für sich alleine,
aber trotzdem befische ich dieses Gewässer nach wie vor
sehr gerne. Dort habe ich meine Laufbahn als Wallerangler
begonnen und es bis heute noch nicht geschafft, das
Gewässer wirklich zu knacken. Diese Aufgabe endlich mal
einen der Ur-Waller des Gewässers zu überlisten reizt mich
jedes Mal aufs Neue und lässt mich von den unschönen
äußeren Bedingungen absehen.
Wie man sieht, habe ich kein reines Lieblingsgewässer, es
sind eigentlich immer die selben Ansprüche, doch irgendwie
ist es jedes Mal wieder anders.
Gruß
Michael
|
 |
Carsten Rupp von Clan
Silure |
Ein einzelnes Lieblingsgewässer gibt es für mich nicht. Zu
meinen Lieblingsgewässern zählen eindeutig Flüsse. Und
zwar jene, die nicht künstlich begradigt wurden, wo
riesige Schiffe ihr Unwesen treiben oder in sonst
irgendeiner Art durch den Menschen verunstaltet worden
sind. Für mich muss ein Fluss sein natürliches Bett noch
besitzen. Er muss sich wild, ungezähmt, wie eine Schlange,
sich seinen Weg durch die Landschaft bahnen.
|
Das Natürliche ist es ...
was mir an einem Gewässer besonders gut gefällt. Es gibt
für mich nichts schöneres, als in der unberührten Natur
ein paar Tage am Wasser zu verbringen und meinem Hobby
nach zu gehen. Die Ruhe, den Frieden, die Unbeschwertheit,
die man hier erleben kann, ist einfach unvergesslich.
Beispielsweise kann man Tiere wie Rehe, Füchse, Vögel,
Eidechsen, Fische, Frösche, usw. … in ihrer natürlichen
Wildbahn hautnah erleben und genießen. Mit viel Glück,
sogar auf Foto bannen. |
 |
Bei einem meiner Trips konnte ich Eidechsen mit von mir
gefangenen Mücken füttern und stundenlang deren Alltag
beobachten. Während meine Ruten auf ihr berechtigtes
Dasein warteten, nämlich einen strammen Wels auszudrillen.
Was für mich schöne Erinnerungen bleiben, sind die
wunderschönen Sonnenauf- und Untergänge, die manchmal
wirken wie von einer anderen Welt.
|
 |
 |
Ein ebenfalls wichtiger Grund für mich solche Örtchen
aufzusuchen ist es, dass ich meine Ruhe haben will und
nicht irgendwelche Rad- und Spazierwege oder gar
Schnellstraßen hinter mir, die mir jegliche Ruhe und
Entspannung rauben. Es gibt nichts schlimmeres, als sich
alle 5 Minuten den berühmten Fragen zu stellen „Haben Sie
schon was gefangen?“, „beißen Sie heute?“. Oder sich
irgendein Hund oder Mensch sich direkt neben den Ruten ins
Wasser stürzt um sich abzukühlen und sich anschließend
womöglich noch in den Ruten verfängt. Denn diese Sorte
Menschen, die sich rücksichtslos direkt neben dem Angler
ins kühle Nass stürzen, sind meistens der Meinung, dass
ihnen das Gewässer alleine gehört und der Angler sich
bitte „verpissen“ soll.
|
 |
Darüber könnte ich mich so aufregen ...
dass die ruhigen Stunden von vorher schnell vergessen
sind. Daher bin ich ständig auf der Suche nach ruhigen,
urigen Plätzen, die mir das Gefühl von Freiheit
vermitteln. Jedoch eine Bedingung müssen all diese Örtchen
erfüllen! Welse! Sie müssen meinen Lieblingsfisch
beherbergen. Jedoch muss der Fluss für mich nicht den
„Mega“ Bestand haben und Ausnahmefische am laufenden Band
produzieren. Das ist für mich zweitrangig. |
Denn auch kleine Fische machen Spaß und
wecken den Stolz, weil sie in solchen Gewässern schwerer
zu überlisten sind, wie beispielweise in Spanien. Es
erfordert nämlich einen deutlich höheren Zeiteinsatz um an
einem kleinen Gewässer mit geringem Bestand an einen Wels
zu kommen. Das macht das Ganze aber umso interessanter!
Die Kombination aus Ruhe, wilder Natur und dem
Welsangeln stellt für mich das Paradies dar. Übrigens, ein
jeder von euch kann ein solches Paradies finden. Dafür
müsst Ihr meistens gar nicht so weit fahren wie man denkt.
Oft finden sich solche Orte direkt vor unserer Nase. Nur
beachten wir sie nicht. Mit ein bisschen Mühe, Zeit und
dem richtigen Blick für´ s Detail könnt ihr auch an der
wunderbaren Schönheit unserer Natur teilhaben ohne gleich
eine Weltreise machen zu müssen. Vielleicht habt ihr euer
zukünftiges Lieblingsgewässer genau vor eurer Nase.
In dem Sinne auf zu neuen
Ufern!
Euer
Carsten Rupp
|
|
Patrick Göbel von
Clan Silure |
 |
Die Kriterien wonach ich mein Lieblingsgewässer auswähle,
sind Merkmale die für das Wallerfischen vorteilhaft sind.
Meiner Meinung nach sind dies tiefe Löcher, unterspülte
Ufer, Einläufe, stark bewachsene Ufer, Kanten bzw. einfach
abwechslungsreiche Uferabschnitte wo man je nach Saison
verschiedene Taktiken ausprobieren muss. Der Po erfüllt
all diese Bedingungen, was ihn zu meinem Lieblingsgewässer
macht.
|
 |
Man muss seine Methoden ...
nach dem Wasserstand richten und viel Zeit einplanen um verschiedene
Stellen genau auszuloten. Fast jede Stelle ist von Jahr zu
Jahr unterschiedlich und es entstehen immer wieder neue
Kanten und Sandbänke die sehr interessant sein können. Ich
nagele mein Lieblingsgewässer nicht am Großfischbestand
fest, denn auch ein kleiner Wels ist den Aufwand und die
Mühe wert und vor allem die Bestätigung dafür, dass man
seine Sache richtig macht. |
Wenn ich einen Trip plane, setze ich mir
persönlich kein Ziel was Größe und Gewicht angeht und gehe
der Sache ganz entspannt entgegen. Da ich schon sehr oft
am Po war, habe ich festgestellt, dass er sich bei fast
jedem Trip verändert hat was die Sache für mich so
interessant macht ihn jedes Mal aufs Neue zu erkunden um
gute Stellen zu finden.
Für mich gibt es nichts Schöneres als mit Freunden auf
der Sandbank zu sitzen, ein zwei Bier zu trinken, dumm’
Zeug zu quasseln und die Natur zu genießen.
Gruß
Patrick Göbel
|
|
|