| Meine anglerische Entwicklung hat viele
markante Stationen. Begonnen hat das ganze mit dem Angeln
auf Weißfisch und Barbe. Bei dieser Fischerei habe ich die
wichtigen Grundlagen erlernt. Ja, ich kann auch einen
Plättchenhaken anbinden! Ende der 80er Jahre hat mich dann
der Boom des modernen Karpfenfischens in seinen Bann
gezogen. Dafür habe ich schon damals sehr viel Zeit und
Arbeit investiert. Das war eine geile Zeit. Danach habe
ich dann mit dem Fliegenfischen begonnen und das gehört
heute immer noch zu meinen Lieblingsmethoden, egal ob auf
Äsche und Forelle in den heimischen Bächen oder auf
Meerforelle an der See. Neben dem Angeln habe ich mich
immer auch für das Tackle interessiert und deshalb lag es
für mich sehr nahe mit dem Rutenbau anzufangen, was mir
bis heute viel Freude bringt. Gerade in der Off-Season.
Irgendwann hatte das Karpfenangeln für mich seinen Reiz
verloren und ich legte mein Hauptaugenmerk auf die
Raubfischangelei, insbesondere mit der Spinnrute. Und
natürlich mit der Spinnrute hatte ich dann auch Mitte der
90er Jahre meinen ersten Kontakt zu unserem Silurus
Glanis. Damit begann bei mir das Welsfieber und hat mich
bis heute nicht losgelassen. Seitdem fische ich gezielt
auf diese Fischart und habe inzwischen die komplette
Methodenvielfalt im In- und Ausland kennenlernen dürfen,
und glücklicherweise auch mit Erfolg.
Auf meinem anglerischen Weg haben mich ein paar
Menschen besonders geprägt. Begonnen hat das Ganze mit
meinem Onkel Lorenz, der mich überhaupt zum Fischen
gebracht hat. In Bezug auf das Wallerfischen hat mich das
Wallerbuch von Thomas Flauger angetrieben, nach dessen
Studie ich dann anfing, gezielt dem Urian nachzustellen.
Mittlerweile habe ich Thomas persönlich kennenlernen
dürfen und die gemeinsamen Stunden mit ihm am Wasser sind
für mich immer wieder faszinierend und inspirierend.
Der Clan Silure ist für mich mehr als ein Angelteam.
Ich habe dort Menschen um mich, die allesamt dem
Wallerfieber erlegen sind. Jeder von den Jungs ist ein
bisschen verrückt und lebt die Passion genau wie ich. Wir
gehen dabei unseren eigenen Weg und möchten neutral
bleiben. Dies bedeutet aber auf keinen Fall, dass wir
nicht unsere Meinung sagen, wenn es nötig ist. Die Werte
des Clans sind neben der Neutralität in der Scene, der
Respekt vor der Kreatur, kein Neid oder Missgunst,
Austausch mit Kollegen im In- und Ausland und natürlich
der SPAß an der Sache. Mal abwarten wohin unser Weg uns
führt!
In diesem Sinne wünsche ich
allen nur die Dicken und schöne Stunden am Wasser ...

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