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von Michael "Taffi" Tafferner

 

 
Jeder kennt sie, die Fehlbisse auf Aal ...
 

die einen zur Verzweiflung bringen können wenn man mal wieder voller Euphorie einen ins Leere hämmert, weil der Einzelhaken nicht greift. Im Angesicht der sehr ausgeglichenen Chancen nach dem Anschlag, fährt man die Ruten stets mit gemischten Gefühlen auf den Spot.

Nüchtern betrachtet fängt man mit dem Aal als Köder laut Statistik und Jahreszeit, weniger Waller als mit anderen Lifebaits, aber dennoch dafür die größeren Exemplare im direkten Durchschnittsvergleich.

Nichts desto trotz, bleibt der Aal als Köderfisch mit der Einzelhakenmontage hinter seinen Möglichkeiten. Grund genug  an dieser Situation was zu ändern. Zugegebenermaßen, und gerade wegen dieser Umstände, zählt der Aal nicht zu meinen Lieblingsködern aber dennoch bleibt einem Situationsbedingt manchmal keine andere Wahl als auf ihn zurückzugreifen. Wer kennt das nicht: Die lange Anreise ohne Möglichkeit die passenden Hakenköder an ein ausländisches Gewässer mitzuführen, besorgt man sich doch noch ein „Aal Starter Pack“ vom dortigen Tackle Dealer, um bei der Platzankunft nicht ganz blank dazustehen.

 

Sofortiges Auslegen heißt die Devise ...
 

bevor man sich beim Feedern den Lieblingsköderfischen widmet. Außerdem gibt es ja nicht wenige Hunter, die allen Unkenrufen trotzen und auf den Aal als Hauptköder schwören. Selbstverständlich jedem das seine und es liegt mir fern den Aal als Köderfisch schlecht zu reden oder gar zu verdammen, da ich ja auch schon tolle Fänge mit Glück und Hilfe der Schlange verbuchen konnte.

Wenn ich wie in einem solchen Fall keine Köderfische zur Hand habe aber dennoch auf den Aal zurückgreifen muss, verwende ich dies eigens entwickeltes Rig mit freihängendem Drilling. Mit diesem Aalrig konnte ich eine Vielzahl mehr an Wallern fangen, als nur mit einem Haken am Vorfach. Warum ? Weil die überwiegende Mehrzahl der Welse am freihängendem Drilling gehakt waren und laut meiner Statistik dieses Rig gegenüber der Einzelhakenmontage viel mehr Fisch brachte.

 

Dieses  Vorfach kann man je nach Belieben auf zwei Arten erstellen ...
 

Zum Einen mit einer reinen Hartmono  (Bild links) mit einem Durchmesser von 1,2 mm oder einem Kevlar Vorfach mit Hohlkern zum Spleißen und Inlinen (Bild rechts) von Taffi Tackle (Unlimited Line mit 2mm Durchmesser). Beim Einzelhaken verwende ich von Owner den "Offshore" in Größe 6“  und den Drilling "ST 66" der Größe 3.
 


Beim Aufbau der Montage sollte man darauf achten ...
 

dass der Drilling gefühlte 5-7cm über dem Einzelhaken hängt. Wenn ich die „Unlimited Line“ benutze, binde ich das Aal Rig wie herkömmlich. Dank des Hohlkerns der „Unlimited Line“ führe ich nun die Mono „Inside“ ( Bild links) und schiebe sie bis zum Anschlag am freihängenden Drilling auf.

Jetzt verstärke ich das letzte Drittel, oder auch das komplette Vorfach mit Sekundenkleber auf beiden Seiten (Bild rechts) und erhalte ein drahtartiges „Anti Tangle“ Aal Vorfach das super funktioniert und ein „Verstricken“ durch die Steifheit fast unmöglich macht.
 


Tipp: Der Aal sollte mit dieser Montage im vorderen Viertel, dem Nacken, beködert werden und ist für Stillwasser bis mittelstarke Strömung gut einsetzbar.

 

 

Viel Erfolg, weil die Sau muss raus ... egal wie !!!


Mfg Taffi

 

 
 
 

 

 

 
     
 

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