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von Johannes Martin

 

 
Die Bojenmontage gehört zu den eher aufwendigen Montagen ...
 

bei der unser Köder, wie der Name schon sagt, mittels einer Boje am Platz gehalten wird. Die Boje selbst besteht aus einem großen Auftriebskörper, der durch eine starke Leine mit einem Gewicht am Gewässergrund verbunden ist. Dieses Gewicht hält die Boje an Ort und Stelle und sollte eher etwas zu schwer als etwas zu leicht gewählt werden, um der Montage eine vernünftige Basis zu verschaffen, gegen die wir unsere Rute richtig schön abspannen und auf Zug bringen können. Wählt man das Gewicht zu leicht aus, kann es beispielsweise durch Strömungsdruck und im Bojenseil verfangenes Treibgut schnell dazu kommen, dass die Boje verrutscht.
 



An der Boje selbst ist neben unserem Bojenseil auch der Ausleger befestigt ...
 

Diesen sollte man nach Möglichkeit so an der Boje anbringen, dass sich die Schnur beim Spannen komplett aus dem Wasser heben kann, um möglichem Treibgut keine Angriffsfläche zu bieten. Der Ausleger sollte immer möglichst lang sein, um Distanz zur Geräuschquelle Boje zu gewinnen und so das Misstrauen der Fische gering zu halten. Hierbei haben sich die FMS-Ausleger als echter Joker bewährt, denn mit ihren 40m Schnur geben sie uns eine Menge Spielraum um unsren Köder unauffällig zu präsentieren.

 



Die Montage selbst ist ziemlich simpel ...
 

und besteht neben dem Vorfach aus einem Wirbel, einer Gummiperle, einem Blei, einer Pose und einem Easyclip zum Einhängen der Reißleine. Um zu verhindern, dass die Hauptschnur beim Abspannen durch die Pose rutscht und unser Blei sich bis unter die Pose zieht anstatt auf der gewünschten Tiefe zu bleiben, gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Entweder man fixiert das ganze mittels Taffis „Stöckchentrick“. Dabei wird ein Stöckchen unter den Easyclip in die Hauptschnur „gebunden“, und verhindert ein Durchrutschen der Schnur.

2. Oder man legt einen halben Schlag um die Antenne/den Stift der Pose, was den gleichen Effekt bringt.
Wer nicht weiß was mit „Taffis Stöckchentrick“ gemeint ist, der kann sich das Ganze hier nochmal anschauen.

 


 



Gerätezusammenstellung:
 

  • Rute: Clan Silure „Nazgul“
  • Rutenhalter: FMS-Einzelrutenhalter
  • Rolle: Penn SSM Spinfisher 950
  • Schnur: Queen of Fishingline 0,60mm
  • Pose: Sänger „Warlock“
  • Perlen: Kogha Askari
  • Wirbel: Gigafish 150kg
  • Vorfach: Gigafish Powerline 1,2mm
  • Haken: Gamakatsu
  • Boje: Black Cat
  • Ausleger: FMS Vorbojensystem

     

 



Alles in allem muss ich ganz ehrlich sagen, dass die Boje absolut nicht zu meinen Lieblingsmontagen gehört. Wenn es nicht unbedingt sein muss verzichte ich auf diese Montage. Es gibt allerdings Situationen, in denen es keine Alternative gibt und genau in diesen Momenten beweist die Boje immer wieder ihre Fängigkeit und Effektivität.


 

 

Ihr seht schon, probieren geht über studieren und die Antworten gibt’s nur am Wasser…

Wünsche euch viel Spaß und Erfolg beim Projekt „Bojenwaller!“
 

 
 

Gruß

Hannes

 

 

 

 
     
 

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