Ein wichtiger Bestandteil meiner Grundmontagen ...
ist der „Easyclip“. Dieser befindet sich auf der Hauptschnur über dem
Wirbel. In den Easyclip lässt sich die Reißleine sehr
leicht und vor allem schnell einhängen. Am anderen Ende
wird die Reißleine ebenfalls mit dem Stein verbunden. Beim
Binden von Abreißsteinen sollte unbedingt verrottbare
Schnur eingesetzt werden.
Ich verwende sowohl geflochtene, als auch monofile
Vorfächer. Das mache ich jeweils von der Situation
abhängig. Z.B. nehme ich im Stillwasser oder bei sehr
geringer Strömung gerne Monovorfächer, um einem Verheddern
der Köder vorzubeugen.
Eine U-Pose zwischen 40 und 200 Gramm sorgt für
genügend Auftrieb des Köders. Über die Vorfachlänge
bestimme ich die Distanz vom Köder zum Grund. Diese kann
stark variieren. Gerade im Winter kommen häufig sehr kurze
Vorfächer ( ca. 50 cm) zum Einsatz, wo hingegen bei der
Sommerfischerei durchaus Vorfächer von über 2 Meter Sinn
machen können.
Bei starker Strömung verzichte ich häufig komplett ...
auf eine U-Pose und präsentiere den Köder einfach an
einem langen Monovorfach. Der Strömungsdruck bewirkt eine
Streckung des Vorfachs und Verhedderungen kommen äußerst
selten vor. Gerade an Gewässern mit heiklen Fischen bringt
diese Jokervariante oft noch einen Fisch, wenn mit anderen
Montagen nix mehr geht.
Fische ich auf größere Distanz und beträgt die
Wassertiefe nicht mehr als 5 Meter, stoppe ich den
Easyclip auf der Hauptschnur oder ich binde die Reißleine
direkt in den Wirbel ein. Diese Festmontage bewirkt, dass
der Fisch bei einem Biss sofort gegen den Stein schwimmt
und sich hakt. Auch wenn ich meine Grundmontage alleine
ausbringe, ist diese Variante sehr sinnvoll, da der Köder
sofort mit dem Stein am Grund fixiert ist.
Auslegen mit dem Boot:
Ich verwende mein Auslegeboot ganz gerne ohne Motor,
d.h. ich paddel zum Hotspot. Dabei fahre ich zunächst
stromauf und lasse mich dann zum Spot treiben. Alle
Vorbereitungen (Anköderung, Befestigung der Reißleine
etc.) müssen am Ufer getroffen werden!!! Zunächst lege ich
das Vorfach mit dem Köder ins Wasser. Dieses wird von der
Strömung gestreckt. Danach lasse ich langsam den Stein ab.
Die Montage wird an gestrecktem Vorfach in die Tiefe
gezogen. Alles sollte ruhig und ohne Stress geschehen.
Wird mit Motor ausgelegt, stelle ich das Boot mit dem
Bug gegen die Strömung und fahre den Spot in der Regel
gegen die Strömung an. Das Boot sollte auf der Stelle
gehalten werden und dann kann mit dem Auslegen begonnen
werden. Ein Partner ist beim Auslegen der Grundmontage
eine angenehme Hilfe aber nicht zwingend erforderlich.
Hierbei macht Übung den Meister. Beim Zurückfahren zum
Ufer sollte darauf geachtet werden, dass die Schnur stets
gespannt bleibt. Die Rute wird abgestellt und unter
Spannung gebracht. Bei fixierter Grundmontage kann mit
Brachialbissen gerechnet werden.
Gerätezusammenstellung:
- Rute: Nazgul by Clan Silure
- Rolle: Penn 950 SSM Spinfisher
- Rutenhalter: stabiler Einzelrutenhalter
Eigenbau
- Hauptschnur: Queen of Fishingline 60er Farbe
gelb
- Vorfach: Asari Mono 0,90-1,2 mm
- Easyclip: von Taffi Tackle
- Wirbel: Kugellagerwirbel von Taffi Tackle
- U-Pose: Leitner mit oder ohne Rassel 40-200
Gramm
- Haken: Gamakatsu Treble 16 1/0-3/0 und Asari
SOI 6/0- 11/0
Viel Spaß damit beim
Ausprobieren ...
Euer
Sven Dombach
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