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von Thomas "Tomcat" Dörr

 

 
Meine Gedanken - Meine Wahl ...
 

Die Schnur ist unsere direkte Verbindung zum Fisch. Entsprechend bedeutend ist die Qualität. Hier wird oft am falschen Ende gespart, bzw. die Sache nicht mit dem nötigen Stellenwert bemessen. Ich möchte hier darlegen, wie ich zur Schnur meines Vertrauens fand und warum ich diese Schnur einsetze. Am Anfang fischte ich Dyna Cast 0,50mm von Leitner und war mit der Schnur zufrieden. Obwohl ich in einem Ballungsraum lebe, war es für mich recht schwierig, diese Schnur zu bekommen. Deshalb versuchte ich mein Glück mit Produkten anderer Hersteller, leider ohne damit recht glücklich zu werden, wenn ich das einmal milde formuliere.


Dann fand ich vor 3 Jahren ein neues Produkt  ...
 

wieder von A.H.F. Leitner, die Dyna Cast Super Cat Schnur. Die Beschreibung und die Daten waren sehr interessant und das entstandene Interesse wurde durch den Kauf einer 1000m Spule 0,60er gestillt. Die Schnur erfüllte sowohl in Trockentests, als auch im Einsatz am Wasser alle Erwartungen und bildet seitdem einen festen Bestandteil meiner Ausrüstung. Es gibt für mich keinen Grund, mir Gedanken über eine Alternative zu machen.

Nun zu meinen Gründen, warum diese Schnur mich überzeugt. Die Super Cat zeigt sich abriebsfest und bringt hohe Werte in der Tragkraft. Sie lässt sich gut knoten, ist eng und rund geflochten. Nachdem ich mehrere Spulen auf Rollen verteilt habe, kann ich sagen, dass die Schnur eine einheitliche Qualität hält, was auch über eine DIN-ISO Zertifizierung der Flechterei nachgewiesen ist. Hier wird eine dauerhafte Kontrolle der Qualitätsstandards nachgewiesen. Bei Leitner Schnüren kann man sich darauf verlassen, dass man auf einer 1000m Spule die Schnur in einem Stück bekommt und nicht zwischendrin gestückelt, wie es Freunden mit anderen Produkten leider schon passiert ist. Und zu Guter letzt der wichtigste Punkt. Die Schnur hat sich beim Einsatz am Wasser bewährt, keinerlei Probleme gemacht und sich somit mein Vertrauen erarbeitet.
 

Nun ein paar Gedanken oder auch Hilfestellungen ...
 

auf was man achten sollte, unabhängig für welche Schnur man sich entscheidet. Zuerst zur Stärke. Es wird häufig diskutiert, wie stark eine Schnur zum Wallerfischen denn sein sollte. Rein von der Tragkraft betrachtet würden uns viel dünnere Schnüre ausreichen, aber die dicken Schnüre haben im Falle von Beschädigungen, und die kommen recht häufig vor, immer noch ausreichend Reserven. Vermutlich kommt es immer wieder zu diesen Diskussionen, weil zu kleine Rollen verwendet werden und man dieses Manko über eine dünnere Schnur ausgleichen will. Ich verwende grundsätzlich nur Schnurstärke 0,60mm. Hiervon bekomme ich z.B. auf meine Penn Spinfisher 950 SSM etwas über 200 m Leitner Super Cat 0,60mm auf die Spule, was mehr als ausreichend ist.

Es kommt immer wieder die Sprache auf den Durchmesser, in der Art, im Durchmesser XY fällt die Schnur von Anbieter A dicker aus, als die von Anbieter B usw. Ich nehme meine verwendete Schnur als Maßstab und kenne die Schnurfassung meiner Rollen. Wenn die Schnur meinen Anforderungen entspricht und ich die gewünschte Menge Schnur auf die Rolle bekomme, dann passt das, egal ob mir die Schnur als 0,55er – 0,60er oder 0,70er verkauft wird. Ob der Durchmesser meinen Erwartungen entspricht, entscheidet schlussendlich kurz vor dem Kauf mein Auge und mein Gefühl.

Wenn man sich eine Schnur betrachtet ...
 

sollte die Flechtung eng und rund sein. Je runder die Schnur geflochten ist, umso besser lässt sie sich aufspulen. Viele Probleme in Form von Schäden an der Schnur sind vom Angler hausgemacht. Zuerst müssen die Ringe intakt und von guter Qualität sein. Die Kleinteile, welche direkten Kontakt haben, müssen auf eventuell vorhandene scharfe Kanten überprüft werden. Das betrifft vor allem auf der Schnur laufende Bleie, Seabooms und Schwimmer. Gerade bei den Schwimmern bergen die innenlaufenden Röhrchen durch die die Schnur läuft, sowie Stecker zum Feststellen der Schwimmer ein großes Potential die Schnur zu beschädigen.


Die Farbe der Schnur spielt eine eher untergeordnete Rolle ...
 

Will ich nicht gesehen werden sind dunkle Schnüre besser geeignet, will ich gesehen werden oder auch meine eigenen Schnüre selbst besser sehen, sind helle Schnüre vorzuziehen. Grundsätzlich bevorzuge ich weiße Schnur. Jede Schnur die nicht weiß ist, wird im Laufe der Zeit ausbleichen, da die Farbe auswäscht. Der Verlust der Farbe bedeutet jedoch nicht, dass die Schnur ihre Tauglichkeit verliert. Farbige Schnüre fallen häufig bedingt durch den Herstellprozess geringfügig dicker aus, bei gleichem angegeben Durchmesser, was geringe Auswirkungen auf die Schnurfassung der Rolle haben kann. Es sollte ein geeigneter Knoten verwendet werden, der ein Durchrutschen der Schnur verhindert und die Tragkraft der Schnur nicht unnötig herabsetzt. Ich verwende zum Anbringen des Wirbels den „Grinner“.
 

Zum Thema Schnur gibt es auch auf der Homepage der Firma Leitner - http://www.ahf-leitner.de - weitere sehr interessante Infos.

Egal ob ihr meine Begeisterung für diese Schnur teilt, oder euch für ein anderes Produkt entscheidet. Macht euch bitte die Mühe, ein geeignetes Produkt auszuwählen und lasst beim Umgang damit die beschriebene Sorgfalt walten. Dann klappt es auch mit den dicken Wallern.
 

 



In diesem Sinne viel Spaß und dicke Fische ...

Euer "Tomcat"
 

 

 

 

 
     
 

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