Kevlar
Der Klassiker unter den
Vorfachmaterialien, vermutlich gehen die meisten bisher
gefangenen Waller auf sein Konto. Das Material ist sehr
gut und schnell zu verarbeiten und ist zudem extrem
robust. Gerade auch für Neulinge in der Wallerfischerei
ist es deshalb sehr zu empfehlen. Grundsätzlich ist es für
alle Varianten der Wallerfischerei verwendbar. Ich
verwende Kevlar bevorzugt dann, wenn ich mit sehr viel
Hindernissen in Form von Holz oder Pflanzen, insbesondere
Seerosen, zu rechnen habe. Kevlar ist sehr abriebfest und
hat eine hohe Tragkraft.
Man sollte beachten, dass Kevlar empfindlich gegen
UV-Strahlung ist und das Material dementsprechend dunkel,
ohne direkte Sonneneinstrahlung, lagern. Als Knoten
verwende ich bevorzugt den NoKnot und Schlaufenknoten.
Dyneema
Dyneema-Vorfachmaterial ist unseren Hauptschnüren sehr
ähnlich, nur stärker im Durchmesser und eventuell enger
geflochten. Es lässt sich ebenfalls sehr gut verarbeiten.
Der Vorteil dieses Materials liegt darin, dass es
unempfindlich gegen UV-Strahlung und weicher ist, als
Kevlar. Diesen Vorteil nutze ich, indem ich Dyneema u.a.
bevorzugt bei kleineren Ködern einsetze, oder wenn ich mit
sehr vorsichtigen Fischen rechne.
Der Nachteil von Dyneema liegt in einer geringeren
Abriebfestigkeit im Vergleich zu Kevlar. Das erfordert
einen häufigeren Wechsel der Vorfächer. Als Knoten
verwende ich auch hier den NoKnot und Schlaufenknoten.
Monofil
Seit ein paar Jahren sind monofile Vorfächer immer mehr
in Mode gekommen. Richtig verarbeitet bieten sie ein hohes
Maß an Sicherheit, jedoch erfordert die Verarbeitung ein
höheres Maß an Geschick bzw. Erfahrung, als geflochtene
Materialien. Als Lektüre sei hierbei meine Bauanleitung
für Monofile Vorfächer in der 3. Ausgabe der Cat Connect
empfohlen. Der Vorteil von monofilen Vorfächern liegt in
einer guten Abriebfestigkeit und der Steifigkeit des
Materials, welche einen gewissen „Stiffrig-Effekt“ erzeugt
und zudem die Gefahr von Verstrickungen, z.B. durch
lebhafte Köderfische, minimiert. Der Nachteil liegt in der
etwas schwierigeren Handhabung, sowie dem Preis der
Kleinteile, welche für ausgeklügelte Varianten eines
Monovorfachs benötigt werden, z.B. Quetschhülsen,
Kunststoffkartuschen usw..
Ich verwende Monovorfächer bevorzugt bei angebundenen
Montagen und für lange Vorfächer, da sich hier der
niedrige Preis positiv auswirkt. Bei Verwendung kleiner
Köder greife ich lieber auf geflochtene Vorfächer zurück.
Als Knoten verwende ich den NoKnot und Quetschhülsen.
Aufgrund der Steifigkeit des Materials empfiehlt es sich
die Knoten mit Schläuchen zu sichern. |